Kein Kunden-Ansturm am Black Friday

In den USA lastet das langsame Wirtschaftswachstum auf dem Weihnachtsgeschäft des Detailhandels. Der Verkaufs-Start am sogenannten Black Friday fiel nach ersten Einschätzungen eher verhalten aus.

Mehrere Personen mit Einkäufen

Bildlegende: Elektronik-Schnäppchen waren am Black Friday gefragt. Sonst fielen die Verkäufe jedoch verhalten aus. Reuters

In den USA waren am sogenannten Black Friday, dem traditionell umsatzstärksten Tag des Jahres, viele Warenhäuser zwar gut gefüllt, aber die Verkäufe hielten sich im Rahmen. Das erhöht den Druck auf die Firmen im Kampf um die erwarteten Branchenerlöse von mehr als 600 Milliarden Dollar.

Für Ökonomen kommt die Entwicklung nicht überraschend. Die diesjährige Shopping-Saison werde wahrscheinlich die schleppende Konjunktur widerspiegeln, sagte Wirtschaftsprofessor Can Erbil vom Boston College. Die Erwartungen seien niedrig, nachdem das Jahresendgeschäft im vergangenen Jahr schlecht gelaufen sei.

Gedrückte Stimmung

Umfragen hatten bereits signalisiert, dass die Konsumenten ihr Geld behalten wollen. Auf die Stimmung drückt eine Reihe von Faktoren: Steuererhöhungen, die weiter relativ hohe Arbeitslosigkeit, die vorübergehende Schliessung der Verwaltung im Zuge des Haushaltsstreits sowie die Unsicherheit über die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama.

Die Hoffnungen der Händler ruhen auf den Besserverdienenden, die von den steigenden Immobilienpreisen und Aktienkursen profitieren. Doch nach Beobachtungen von Reuters-Reportern in mehreren Städten konzentrierten sich die Käufer am Black Friday häufig auf Schnäppchen. Profitträchtige teure Produkte blieben dagegen vielfach in den Regalen liegen.

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Der Amerikaner im Kaufrausch

3:37 min, aus Tagesschau vom 29.11.2013

Einkaufen an Thanksgiving

«Unseren Berechnungen zufolge stammt die Hälfte des Umsatzwachstums der börsennotierten US-Einzelhändler von Samsung, Apple und Amazon», führte Hedgefonds-Manager David Berman von Durban Capital aus. Für den gesamten Einzelhandel prognostiziert der US-Branchenverband einen Anstieg von 3,9 Prozent.

Da das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr um sechs Tage kürzer ist als 2012, haben vermehrt Warenhausketten den Einkaufsrausch bereits am Donnerstag, dem Feiertag Thanksgiving, eingeläutet. Diesen begehen die Amerikaner eigentlich traditionell zuhause beim Truthahnessen.