Keine Entwarnung für Schweizer Wohnungsmarkt

Das Risiko einer Immobilienblase ist im vierten Quartal 2012 erneut leicht gestiegen. Neuerdings zählen auch die Wirtschaftsregionen Appenzell Innerrhoden, Luzern und das Prättigau zu den Regionen mit erhöhtem Gefährdungspotenzial.

Zahlreiche Wohnhäuser.

Bildlegende: Die Immobilienpreise werden abgesehen von den tiefen Zinsen weiterhin von der Jagd nach Investitionsobjekten genährt. Keystone/SYMBOLBILD

Der Immobilienblasenindex kletterte im 4. Quartal um 0,09 Indexpunkte auf 1,11. Laut den UBS-Ökonomen bestätigt die Zunahme Ungleichgewichte auf dem Immobilienmarkt. Allerdings weise der Markt weiterhin keine eindeutigen Charakteristika einer Preisblase auf. Bei anhaltendem Trend allerdings würde der Index die Blasenzone (Indexwert grösser 2) Ende 2014 erreichen.

Weitere gefährdete Regionen

Im vierten Quartal habe sich die Abhängigkeit des hohen Preisniveaus von den tiefen Finanzierungskosten weiter akzentuiert. Dies dürfte die künftige Marktentwicklung bestimmen. Erstens würden die extrem günstigen Kredite das Kostenverhältnis von Kauf und Miete verzerren, das mittlerweile deutlich über seinem langfristigen Gleichgewichtswert liege.

Zweitens liessen die tiefen Zinsen Immobilien in Relation zum Einkommen weiterhin als relativ günstig erscheinen. Drittens stütze die Jagd nach Rendite das Interesse an Immobilien als Investitionsobjekte.

Die UBS zählt neu auch die Wirtschaftsregionen Appenzell Innerrhoden, Luzern und das Prättigau zu den Regionen mit erhöhtem Gefährdungspotenzial. Damit werde die nicht nachhaltige Preisentwicklung in vielen Tourismusregionen der Schweiz reflektiert.