Kodak schrumpft und fängt neu an

Trotz Insolvenzverfahren hat das Traditionshaus überlebt: Das drastisch verkleinerte Unternehmen ist jetzt Spezialist für digitalen Druck.

Eine alte Fotokamera von Kodak.

Bildlegende: Der Neuanfang bei Kodak ist zugleich das Ende der traditionsreichen Fotosparte. Keystone

Der Fotopionier Kodak hat nach eineinhalb Jahren das Insolvenzverfahren verlassen. Das Unternehmen ist jetzt ein Spezialist für digitalen Druck. Die traditionsreiche Fotosparte hatte Kodak in dem Insolvenzverfahren in Teilen abgestossen oder dichtgemacht.

«Wir haben die richtige Technologie zur richtigen Zeit, während der Druck-Markt verstärkt zu digitalen Lösungen übergeht», erklärte der Kodak-Chef.

Kodak hatte einst die Geschichte der klassischen Fotografie geprägt. Der Hersteller des ersten Verbraucher-Fotoapparats wurde in den letzten Jahren aber vom Wandel zu digitalen Bildern überrollt.

Der einst reiche New Yorker Konzern musste im Januar 2012 nach einem jahrelangen Überlebenskampf Insolvenz anmelden. Zuvor hatte Kodak zehntausende Stellen gestrichen. Mit rund 17'000 Mitarbeitern ging das Unternehmen ins Insolvenzverfahren – heute sind es noch 8500.

Kodak befreite sich während des Verfahrens nicht nur von Angestellten, sondern auch von Milliardenschulden und verlustbringenden Bereichen.