Konzernchef der Air Berlin tritt ab

Air Berlin bekommt einen neuen Chef: Hartmut Mehdorn hört per sofort auf. Die angeschlagene deutsche Fluggesellschaft braucht dringend neue Ideen.

Konzern-Chef der Air Berlin, Harmut Mehorn

Bildlegende: Harmut Mehorn konnte die angeschlagene Airline nicht aus den roten Zahlen führen. Reuters

Mehdorn soll im Verwaltungsrat des Konzerns bleiben. Der frühere Chef der Deutschen Bahn hatte seit September 2011 an der Spitze der Airline gestanden, war offiziell aber nur eine Übergangslösung. Er habe das Unternehmen in der Krise der europäischen Luftfahrt auf einen neuen Weg gebracht, sagte Verwaltungsratspräsident Hans-Joachim Körber.

Air Berlin ist hinter der Swiss die Fluggesellschaft mit den zweitmeisten Passagieren am Flughafen Zürich. Das Unternehmen kämpft mit roten Zahlen und muss daher massiv sparen. Auch die immer wieder verzögerte Eröffnung des neuen Berliner Flughafens macht dem Unternehmen zu schaffen.

Mit Wolfgang Prock-Schauer übernehme ein «anerkannter Airline-Experte mit umfassender internationaler Führungserfahrung» die Konzernleitung, sagte der Verwaltungsratspräsident. Der 56jährige Manager hatte unter anderem die Geschäfte der indischen Fluglinie Jet Airways und des englischen Anbieters British Midland geführt, bevor er zu Air Berlin kam.