Konzernchef von Kühne + Nagel tritt zurück

Der Logistikkonzern Kühne + Nagel aus Schindellegi (SZ) hat im letzten Geschäftsjahr knapp sechs Prozent mehr Umsatz erzielt. Der Reingewinn liegt aber wegen einer Kartelbusse tiefer als im Vergleichsjahr. Der CEO des Konzerns tritt im Mai aus gesundheitlichen Gründen zurück.

Video «Kühne + Nagel unter Druck» abspielen

Kühne + Nagel unter Druck

0:47 min, aus Tagesschau am Mittag vom 4.3.2013

Reinhard Lange, Chef des Logistikkonzerns Kühne + Nagel, wird aus gesundheitlichen Gründen an der Generalversammlung Anfang Mai zurücktreten. Ein Team unter Leitung von Verwaltungsratspräsident Karl Gernandt wird die Aufgaben von Lange übernehmen. Lange wird aber in beratender Funktion bis Ende Jahr zur Verfügung stehen.

Wie der Logistikkonzern weiter mitteilte, wurde im vergangenen Geschäftsjahr mit 20,75 Milliarden Franken zwar knapp sechs Prozent mehr Umsatz erzielt, wegen einer Kartellbusse der EU-Kommission und höheren Kosten liegt der Reingewinn aber tiefer.

Schachteln mit Logo.

Bildlegende: Kühne + Nagel hätte ohne eine Kartellbusse mehr Gewinn erzielt. Keystone

Analysten sind enttäuscht

Der Reingewinn verringerte sich von 606 auf 493 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn Ebit ging von 750 auf 634 Millionen Franken zurück. Ohne die im vergangenen März verhängte Kartellbusse würde er bei 699 Millionen liegen.

Mit diesen Ergebnissen hat der Logistikkonzern die Erwartungen der Analysten verfehlt. Für die Zukunft geht Kühne + Nagel weiter von wirtschaftlichen Unsicherheiten aus. Für dieses Jahr soll eine leicht tiefere Dividende von 3.50 Franken pro Aktien ausbezahlt werden.