Lafarge-Holcim: Neuer Chef wird wohl in Frankreich Steuern zahlen

Der designierte CEO des Fusionskonzerns Lafarge-Holcim, der Franzose Bruno Lafont, wird wohl auch künftig seine Steuern nicht in der Schweiz zahlen, sondern in Frankreich. Gemäss Holcim-Präsident Rolf Soiron hat dies mit «politischen Sensitivitäten» Frankreichs zu tun.

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Rolf Soiron über Lafarge-Holcim und dessen design. CEO

1:27 min, aus ECO vom 7.4.2014

Der Sitz des neuen Zement-Riesen Lafarge-Holcim wird zwar in der Schweiz sein. Aber: Operativer Chef wird mit dem heutigen Lafarge-Chef Bruno Lafont ein Franzose, und er wird seine Steuern voraussichtlich auch künftig in Frankreich bezahlen. Das sagt Rolf Soiron, Verwaltungsrats-Präsident von Holcim, gegenüber «ECO». «Wir müssen sehen, dass wir es in Frankreich mit politischen Sensitivitäten zu tun haben, die wir nicht reizen sollten», sagt Soiron. Deshalb werde Lafont sein Steuerdomizil «wahrscheinlich in Frankreich lassen, um in Frankreich keine Probleme zu bekommen».

Politische Sensitivitäten spielen offenbar auch in den Personalabteilungen der fusionierenden Konzerne eine Rolle. Das Ja der Schweiz zur Masseneinwanderungs-Initiative im Februar ist laut Soiron bei der Ausgestaltung der Details zum Thema geworden. «Wenn wir Management-Verträge festlegen müssen, ist es für Ausländer sehr schwierig, alles zu verstehen, was hier in der Schweiz entschieden worden ist», so Soiron.

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