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Arbeitsmarkt bleibt stabil Leicht mehr Arbeitslose im November

Die Quote steigt im November saisonal auf 3,3 Prozent. Junge profitierten laut Seco von der anziehenden Konjunktur.

Legende: Video Leicht mehr Arbeitslose in der Schweiz abspielen. Laufzeit 0:53 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.12.2016.
  • 3,3 Prozent betrug die Arbeitslosenquote im November – 3,2 Prozent war es im Oktober.
  • Demnach waren 4697 mehr Menschen arbeitslos als im Vormonat. Insgesamt waren im November 149'228 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldet.
  • Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen verringerte sich minim um 96 auf 10'814.
  • Bei den 15- bis 24-Jährigen sank die Arbeitslosigkeit um 0,9 Prozent auf 18'921 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Jugendarbeitslosigkeit um 5,6 Prozent.
  • Die Arbeitslosenquote insgesamt legte im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0,7 Prozent zu.

Das Niveau liege nun seit einigen Monaten saisonbereinigt bei ungefähr 3,3 Prozent, sagt Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Die vor allem in der ersten Hälfte des Jahres beobachtete Zunahme sei gebremst worden. Zürcher geht davon aus, dass diese ausgeprägte Seitwärtsbewegung noch eine Weile anhalten wird.

Die Lage präsentiert sich nicht schlecht.
Autor: Boris ZürcherLeiter Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco)

Aus saisonalen Gründen ergab sich im November eine Zunahme von über 5000 Arbeitslosen. Das sind allerdings deutlich weniger als im Vorjahr, womit auch die saisonale Schwankung etwas an Kraft verloren hat. Die typischen saisonal betroffenen Branchen sind das Gastgewerbe und der Bau, die aktuell in der Zwischensaison sind. Die Zahlen werden sich im Dezember und Januar wieder verringern. Auf dem Bau, wo die Aktivität im Winter etwas gedämpfter ist, dürfte die Arbeitslosigkeit aber hoch bleiben.

Mehr Junge konnten sofort aufspringen

Bei den Jungen zwischen 15 und 24 Jahren ging die Arbeitslosigkeit ebenfalls saisonal zurück. Hier liegt der Höhepunkt im Sommer, wenn die Jungen aus der Ausbildung austreten und sich oft beim RAV anmelden. Der jetzige Rückgang konnte also wiederum erwartet werden.

Im Vergleich zum November des Vorjahres zeigt sich ein Rückgang von über 1100 Personen. «Offensichtlich konnten angesichts der anziehenden Konjunktur vermehrt Junge sofort auf den Zug aufspringen und von der Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt profitieren», konstatiert Zürcher.

14 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Und immer noch, werden die vielen, vielen Ausgesteuerten und "Kleinstjober" verschwiegen.Leider bringt man ausländische Unternehmen in die Schweiz, damit man die "Flüchtlingswirtschaft" ankurbeln kann und vor allem, damit man bei der EU punkten kann. Sicher gibt es dafür saftige "Geschenkli" in Form von "Ansehen und Dabeisein" wovon wir Normalos natürlich nichts wissen dürfen. Wir sollten wie Trump sagt, alle die billig im Ausland produzieren, bei Einfuhr in die Schweiz hohe Zölle zahlen lassen.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Trotz diesen 150'000 RAV-Kunden reisten auch dieses Jahr wieder X-Tausende Ausländer in die Schweiz. Die Nettozuwanderung wird 2016 etwas kleiner sein als bisher, aber immer noch bei ca. 65'000 liegen! Im Gast- Bau- und Dienstleistungsgewerbe gibt es kein Saisonende mehr: Alle bleiben da und docken an der ALV an! Dazu muss deren Familiennachzug ebenfalls versorgt werden! Irgend einmal sind unsere aufgebauten, sozialen Errungenschaften ausgeplündert! Aber das interessiert die "Gutmenschen" nicht!
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Jede/r Arbeitslose ist eine/r zuviel.
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