Libor-Skandal: UBS und CS drohen neue Millionen-Zahlungen

Der US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae hat wegen Manipulationen des Libor-Zinssatzes neun Banken verklagt. Darunter auch UBS und CS.

Hauptsitz von Fannie Mae in Washington.

Bildlegende: Vom Libor hängen weltweit Geschäfte von Hunderten Billionen Dollar ab. Hauptsitz von Fannie Mae in Washington. Keystone

Der staatliche Immobilienfinanzierer hat Klage an einem US-Bezirksgericht in New York eingereicht. Die Klage richtet sich gegen neun Banken, darunter auch die UBS und die Credit Suisse. Fannie Mae beschuldigt die Grossbanken den Interbanken-Zinssatz Libor manipuliert zu haben und fordert Schadenersatz von mehr als 800 Millionen Dollar.

Das Schwesterinstitut von Fannie Mae, Freddie Mac, hatte im März 2013 bereits eine ähnliche Klage gegen Grossbanken eingereicht.

Weitere Fälle hängig

Neben den Schweizer Banken UBS und CS sind unter anderem auch die Deutsche Bank, Citigroup und Bank of America von der neuen Klage betroffen. Im Zusammenhang mit der Libor-Affäre sind zudem noch weitere Rechtsfälle gegen Grossbanken hängig. Die UBS hat aufgrund des Skandals bereits Bussen in der Höhe von 1,5 Milliarden Dollar bezahlt.

Der Interbanken-Zinssatz Libor ist einer der wichtigsten Referenzsätze für Hypotheken und andere Kredite. Der Zinssatz wird ein Mal pro Tag ermittelt und beruht auf Angaben der Banken zu ihren Refinanzierungskosten. Mehreren Instituten wird vorgeworfen, die Zinssätze manipuliert zu haben um Handelsgewinne einzustreichen.