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Einigung mit Gewerkschaft Lufthansa und Piloten auch bei Renten einig

Lufthansa-Maschine im Steigflug kurz nach dem Abheben am Himmel mit Wolken
Legende: Das Verhandlungsergebnis dürfte Streiks bei der Lufthansa in Zukunft verhindern. Keystone
  • Nach vier Jahren Verhandlungen ist die Dauerstreik-Gefahr bei der Lufthansa gebannt.
  • Die Airline hat sich mit der Pilotengewerkschaft «Vereinigung Cockpit» auch bei den Renten geeinigt.
  • Die Einigung schliesst neben den Löhnen nun auch die Pensionierungen ein und soll bis Juni 2022 gelten, wie Lufthansa mitteilt.
  • Vor einem Monat war eine Einigung bei den Löhnen erzielt worden.

Streiks von Lufthansa-Piloten werden den Flugverkehr der deutschen Airline in den nächsten sechs Jahren nicht mehr behindern: Nach über vier Jahren Verhandlungen hat die Lufthansa den Dauertarifkonflikt beigelegt. Der Konflikt um Löhne, Renten und frühzeitige Pensionierungen hat bisher zu 14 Pilotenstreiks geführt.

Konzernergebnis entlastet

Mit der Einigung akzeptieren die Piloten, dass die Lufthansa bei den Renten neu kein Zinsrisiko mehr trägt. Der Arbeitgeber garantiert keine Festbeiträge mehr, sondern nur noch das angesparte Kapital. Die Neuregelung wirkt sich schon im laufenden Jahr entlastend auf die Bilanz aus.

Lufthansa garantiert den rund 5400 Konzernpiloten im Gegenzug, dass zu diesen Bedingungen bis Mitte 2022 mindestens 325 Jets betrieben werden. Damit würden 600 Stellen für Kapitänsanwärter geschaffen und rund 700 Nachwuchspiloten könnten eingestellt werden, schreibt das Unternehmen.

Streiks kosteten 500 Millionen

Der Tarifkonflikt hat Lufthansa seit 2012 Kosten von 500 Millionen Euro verursacht und führte zu unzähligen Verhandlungsrunden. Der bisher letzte Streik brachte den Flugplan Ende November durcheinander.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Tom Duran (Tom Duran)
    Unsere Gewerkschaften sollten sich da mal eine Scheibe abschneiden. Hierzulande leben wir arbeitstechnisch ja noch im letzten Jahrhundert, resp. ein Arbeitnehmerschutz ist einexistent. Der Arbeitgeber kann sozusagen tun und lassen was er will. Und spricht mal das OR dagegen, biegt man es mit eigenen "Regeln" einfach hin. Alles natürlich abgesegnet von wohlhabenden Politikern in Bern!
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