Luxusgütergruppe Kering übernimmt Ulysse Nardin

Die Schweizer Uhrenindustrie ist um einen unabhängigen Hersteller ärmer: Ulysse Nardin geht an den französischen Luxusgüterkonzern Kering.

Logo Ulysse Nardin.

Bildlegende: Eine der letzten Uhrenmanufakturen der Schweiz ist nun in den Händen einer Luxusgütergruppe. Keystone

Die französische Luxusgütergruppe Kering übernimmt zu 100 Prozent die Schweizer Uhrenfirma Ulysse Nardin. Das Unternehmen mit Sitz im neuenburgischen Le Locle war eine der letzten unabhängigen Uhrenmanufakturen der Schweiz.

Mit der Akquisition soll das Luxussegment mit Uhren und Schmuck gestärkt werden, teilte Kering mit. Ulysse Nardin bringe neue Wachstumsmöglichkeiten insbesondere in Asien, wo die Uhrenmarke bereits stark vertreten ist.

Kering kämpft mit schwächelnder Nobelmarke

Ulysse Nardin wurde 1846 gegründet. Gemäss Branchenkennern erzielt die Firma pro Jahr einen Umsatz von rund 200 Millionen Franken. Den Kaufpreis teilten die Unternehmen nicht mit.

Die Ankündigung über den Kauf kam gleichzeitig mit den Quartalszahlen des französischen Luxusgüterkonzerns. Die für Kering besonders wichtige Nobelmarke Gucci hatte mit einem schwächeren Geschäft in Asien zu kämpfen. Auch kamen in Europa nicht mehr so viele russische und japanische Touristen in die Läden.