Mario Greco wird neuer Konzernchef der Zurich

Über die Personalie war intensiv spekuliert worden, jetzt hat sie sich bestätigt: Der Italiener Mario Greco wird neuer Konzernchef der Zurich Versicherungen. Er war bisher Chef der Generali – leitete davor aber schon eine Sparte der Zurich.

Greco gestikuliert auf einem WEF-Forum 2013.

Bildlegende: Mario Greco übernimmt sein Amt bei der Zurich am 1. Mai. Reuters

Der Italiener Mario Greco wird neuer Konzernchef des Versicherungskonzerns Zurich. Über den Wechsel des Chefs der Generali Versicherungen zur Zurich war seit Tagen spekuliert worden. «Wir freuen uns, Mario Greco nach seiner erfolgreichen Zeit als CEO bei Generali bei Zurich willkommen zu heissen», teilte Verwaltungsratspräsident Tom de Swaan mit. Er leitet den Versicherungskonzern seit dem Rücktritt von Martin Senn im letzten Dezember als CEO ad interim.

Es ist ein Wiedersehen: Greco war bereits 2007 bis 2012 bei der Zurich tätig – und arbeitete sich hinauf bis zum Chef der Sparte Sachversicherungen. Der Weg nach ganz oben blieb ihm aber versperrt. Darauf zog er weiter, von Zürich nach Mailand zur Generali.

Nach Senns abruptem Rücktritt – der Druck auf ihn war nach einer gescheiterten Übernahme des britischen Versicherers RSA und dem Gewinneinbruch im dritten Quartal 2015 zu gross geworden – schafft Greco es nun im zweiten Anlauf doch noch an die Spitze der Zurich. Er soll das Vertrauen der Aktionäre wieder aufbauen.

Ein Leben lang im Versicherungsgeschäft tätig

Greco ist ein Kenner des Versicherungsgeschäfts. Er arbeitete unter anderem bei der Allianz-Gruppe und brachte zuletzt die Generali wieder auf Kurs. Das soll er nun auch bei der Zürich schaffen, die in Schieflage geraten ist. Ausgerechnet die Sparte Sachversicherung, deren Chef er früher war, ist zuletzt ins Schlingern gekommen.

Im vierten Quartal 2015 lief ein Verlust von fast 100 Millionen Dollar auf – unter anderem wegen Grossschäden, beispielsweise den Unwettern in Grossbritannien.