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Wirtschaft Mehr Lohn trotz Krise

Die Schweizer Wirtschaft kriselt, doch die Löhne gehen rauf. Im Durchschnitt wird eine Lohnerhöhung um rund 0.5 Prozent erwartet. Allerdings wird auch eine Teuerung von 0.5 Prozent erwartet, weshalb die Erhöhung real 1 Prozent beträgt. Noch mehr gibt es in Grossunternehmen.

Legende: Video Roland A. Müller über die Löhne in der Schweiz abspielen. Laufzeit 2:31 Minuten.
Vom 11.12.2015.

Auf Grund der schwach laufenden Wirtschaft haben viele dieses Jahr eine Nullrunde erwartet, also gleich bleibende Löhne. Nun sollen die Löhne im Schnitt um 0.5 Prozent steigen. Diese Zahl setzt sich aus bereits bestehenden Lohnabschlüssen sowie Schätzungen für das kommende Jahr zusammen. Die Nullrunde ist vor allem von Arbeitgebern gefordert worden – auf Grund der düsteren Wirtschaftsaussichten. Da allerdings die Teuerung im 2016 von der Nationalbank auf Minus 0.5 Prozent geschätzt wird, ergibt dies real eine Lohnsteigerung von 1 Prozent.

Für Roland A. Müller vom Arbeitgeberverband ist klar, dass «man abwarten muss, ob es wirklich zu diesen 0.5 Prozent kommt, da diese mitunter auf Schätzungen aufbauen.» Allerdings gebe es auch Unternehmen, denen es trotz des starken Frankes gut lief und Lohnerhöhungen möglich machen. Dass diese allerdings nicht höher ausfallen, liege neben der Frankenstärke auch am allgemein schwachen Wirtschaftswachstum, so Müller.

Banken top, Industrie flop

Überdurchschnittliche Lohnerhöhungen gibt es bei den Banken. Die Grossbank Credit Suisse etwa bezahlt durchschnittlich 0.75 Prozent mehr Lohn, die UBS 0.8 Prozent. Die SBB erhöht die Löhne sogar um über 1 Prozent. Am höchsten sollen die Löhne bei DSM Nutritional Products steigen (1.7 Prozent). Der holländische Chemiekonzern beschäftigt in der Schweiz rund 1700 Mitarbeiter.

Anders sieht es in der Maschinen- Elektro- und Metallindustrie aus. Besonders die exportierenden Betriebe leiden unter der Frankenstärke. Hier gibt es vielerorts eine Nullrunde. Wann die Lohnsituation wieder besser wird, kann auch Roland A. Müller nicht sagen: «Die Unsicherheiten mit dem Franken und der Umsetzung der Masseneinwanderungs-Intitative sind zu gross. Wir hoffen jedoch auf eine Steigerung der Löhne ab 2017.»

Gewerkschaften fordern höhere Löhne

Daniel Lampart vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund ist nicht ganz zufrieden mit der Lohnrunde. «In Bereichen wie der Baubranche oder bei den Schreinern haben wir mehr als nur ein Nullrunde erwartet, da diese Segmente recht gut laufen.» Doch auch hier gilt es noch die erwähnte Teuerung einzuberechnen. So könnten auch diese Branchen real etwas mehr Lohn erhalten.

9 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Ein kluger Unternehmer bezahlt seine Spitzenkräfte freiwillig weit über die Lohntarife, denn nur durch diese wird er gut am Markt bestehen können. Der Knausrige kann auch bestehen , verschleudert jedoch sehr viel freiwillige Leistung seiner Arbeiter und ist stets am Jammern und am Sparen. Den Staats - und Gemeinde - Büroleuten in den Verwaltungen sei gesagt, versucht bitte die Privatunternehmer zu unterstützen wo es nur geht, denn dann bleibt auch in der Steuerkasse für eure Löhne mehr drin :-)
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  • Kommentar von Walter Starnberger (Walter Starnberger)
    Wer Probleme hat in der Privatwirtschaft soll nicht über die SVP fluchen, sondern eine Stelle im öffentlichen Sektor suchen. Dort gibt's 1 Million davon, Tendenz steigend. Die Privatwirtschaft kann nicht schlecht ausgebildete Arbeitnehmer subventionieren, erstens steht sie in internationaler Konkurrenz und zweitens muss sie mit ihren Steuern und den Steuern ihrer Arbeitnehmer den Staat finanzieren. Da ist kein Platz für aussterbende Berufe.
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  • Kommentar von Oriet Patrick (Powerjorge)
    Die löhne steigen gar nicht dieses Jahr ist nicht fair grosse unternehmen schön die Detailhandel bleibt stur die kleine bekommen nie was da soll der bund was dagegen tun statt nichts machen einfach uns fallen lassen wir müssen Steuer bezahlen Frechheit wie könne wir leben mit wenig geld ..
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