Migros expandiert in der ambulanten Grundversorgung

Die Migros übernimmt die Gesundheitszentren des Krankenversicherers Swica. Die Übernahme von 70 Prozent der Zentren findet soll Mitte Oktober stattfinden. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Alle 600 Swica-Angestellten in den Gesundheitszentren würden übernommen.

Eine Person gipst ein Bein.

Bildlegende: Durch die Übernahme soll das grösste Netzwerk der ambulanten Grundversorgung der Schweiz entstehen. Keystone/Symbolbild

Nun ist es offiziell: Die Migros-Tochter Medbase übernimmt per Mitte Oktober 70 Prozent an den Santémed Gesundheitszentren von Swica. Dadurch entsteht nach Angaben von Migros das grösste Netzwerk in der ambulanten medizinischen Grundversorgung der Schweiz.

Am vergangenen Wochenende war in verschiedenen Medien bereits über diesen Schritt spekuliert worden. Medbase übernimmt den Angaben zufolge alle Mitarbeitenden von Santémed. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Für Swica-Versicherte wird das bisherige Angebot, insbesondere auch der bevorzugte Zugang zu Behandlungsterminen, auf zusätzliche Gesundheitszentren ausgeweitet. Medbase betreibt Zentren in Winterthur, Greifensee, Zug, Zürich, Luzern, Bern Westside, Bern Bahnhof, Thun, St. Gallen, Abtwil, Gossau und Olten.

Weitere Dienstleistungen und Produkte lanciert


Der Hausarzt bei der Migros

3:20 min, aus Echo der Zeit vom 25.09.2015

Sowohl Santémed als auch Medbase haben die ambulante Grundversorgung, Spezialarztmedizin und Therapieleistungen im Angebot. Während Santémed zusätzlich auf die ambulante Chirurgie spezialisiert ist, liegt der Fokus von Medbase vor allem auf dem Bereich der Sportmedizin. Durch die Übernahme könne neu die ganze Palette an Dienstleistungen aus einer Hand angeboten werden, schreibt die Migros.

Im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft zwischen der Migros und Swica sollen künftig zudem weitere Dienstleistungen und Produkte lanciert werden, beispielsweise im Bereich der Prävention.