Milliarden-Klage gegen die Credit Suisse

Die Schweizer Grossbank hat eine neue Milliardenklage am Hals. Die Kläger werfen ihr ein mangelhaftes Gutachten vor, das die existenzielle Krise des Traditionshauses «Monte dei Paschi» mitverschuldet haben soll. Die Credit Suisse selbst hält die Forderung für unbegründet.

Im Jahr 2008 übernahm die italienische Bank Monte dei Paschi für neun Milliarden Euro die Banca Antonveneta – unmittelbar bevor die Finanzkrise eskalierte. «Monte dei Paschi» hatte sich mit dem Kauf der Konkurrentin völlig übernommen, musste im Anschluss mehrfach staatliche Hilfe beanspruchen und leidet noch heute unter den Folgen.

Nun macht die ehemalige Mehrheitsaktionärin des italienischen Traditionshauses die Credit Suisse mitverantwortlich für das Desaster. Sie wirft der CS vor, ein mangelhaftes Gutachten über den Wert der Banca Antonveneta erstellt zu haben, wie die «Sonntagszeitung» schreibt.

Zusammen mit der Mailänder Banca Leonardo und ehemaligen Stiftungsmitgliedern wurde die Credit Suisse deshalb beim Mailänder Zivilgericht auf drei Milliarden Euro Schadenersatz verklagt. In ihrem jüngsten Geschäftsbericht weist die CS die Forderung als «unbegründet» zurück.