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Milliardengewinn für die SNB Ein aussergewöhnliches Quartal – Börsen und Devisen sei Dank

In einem einzigen Quartal einen Gewinn von 32,5 Milliarden Franken – das hat die SNB verbucht. Dabei ist es gar nicht ihr primäres Ziel, Gewinn zu machen, sagt SRF-Wirtschaftsredaktorin Eveline Kobler.

Eveline Kobler.
Legende: Wirtschaftredaktorin Eveline Kobler zum Rekordgewinn bei der SNB. SRF

Die Zahl ist stattlich: Ein Gewinn von 32,5 Milliarden Franken in einem Quartal ist aussergewöhnlich viel. Dahinter verbergen sich steigende Aktienkurse, höhere Goldpreise und ein schwächerer Franken. Letzerer führt dazu, dass die Devisenreserven der Nationalbank beim Umrechnen in Schweizer Franken mehr wert sind.

Ein Gewinn in einem Quartal kann sich rasch in einen Verlust im nächsten Quartal verwandeln.
Autor: Eveline KoblerSRF-Wirtschaftsredaktorin

Ob jeweils ein Gewinn oder ein Verlust resultiert, hängt stark von den Bewegungen an den Finanzmärkten ab. Ein Gewinn in einem Quartal kann sich rasch in einen Verlust im nächsten Quartal verwandeln.

Für die Nationalbank ist das Ergebnis zweitrangig: Gewinn und Verlust sind schlicht ein Nebenprodukt ihrer Geldpolitik. Die Nationalbank hat im Kampf gegen den starken Franken entschieden, Fremdwährungen aufzukaufen, um so den Franken zu schwächen. So hat sie einen Devisenberg von über 760 Milliarden Franken angehäuft. Und dessen Wert schwankt nun mit den Devisen- und Börsenkursen.

Trotz Milliardengewinn im dritten Quartal – wieviel Geld Bund und Kantone am Ende des Jahres ausgeschüttet bekommen, steht wegen den gewaltigen Schwankungen noch nicht fest.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Wer nahezu mit einer Billion Fr. Devisen in diesem globalen Geldmarkt mit pokert - kann eigentlich nichts verlieren - er kann auf fallend und steigend setzen - Null Risiko- solange der Weltmarkt gesamthaft rund läuft - Nur eines wird dabei verschwiegen - der Büezer Weltweit bezahlt dieses Pokerspiel - er arbeitet wie ein Sklave für diesen Lebensstandart und hat am Ende des Jahres meist noch Schulden anstatt wie die NB Reserven angehäuft . Die Scheres Reich-Arm geht weiterhin auf wie nie zu vor .
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