Milliardenzahlung wegen Öl-Pest

Elf Arbeiter kamen ums Leben, grosse Mengen Öl verseuchten Fischbestände im Golf von Mexiko und nordamerikanische Strände. Jetzt zahlt der US-Konzern Halliburton für die Betroffenen der «Deepwater Horizon»-Katastrophe eine Entschädigung – um einer Sammelklage zu entgehen.

Brennende Öl-Plattform

Bildlegende: Der US-Konzern Halliburton hat die Rechnung für die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko präsentiert bekommen. Reuters

Der US-Konzern Halliburton erhält mehr als vier Jahre nach der Explosion der Ölplattform «Deepwater Horizon» die Rechnung für die Katastrophe im Golf von Mexiko.

Das Unternehmen wird eine Entschädigung von 1,1 Milliarden Dollar (rund 1 Mrd. Fr.) zahlen, teilte es mit. Halliburton, das an den Bohrarbeiten auf der Plattform beteiligt war, entgeht durch die Zahlung einer Sammelklage. Das Geld soll an Fischer und andere Opfer der Katastrophe fliessen.

Der britische Ölriese BP, Betreiberin der Plattform, hatte sich mit Privatklägern schon 2012 auf eine Entschädigung über 7,8 Milliarden Dollar geeinigt. Der Konzern zahlte insgesamt bislang rund 28 Milliarden Dollar, sein Partner Transocean erklärte sich zur Zahlung von 1,4 Milliarden Dollar bereit.

Im April 2010 war die Plattform im Golf von Mexiko vor der US-Küste explodiert. Es kamen elf Arbeiter ums Leben. Über Monate strömten grosse Mengen Öl aus und verseuchten die US-Golfküste.