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PKZ: Jetzt erst recht
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Modebranche PKZ-Chefin: «Wer Angst hat vor Veränderung, ist fehl am Platz»

Manuela Beer steuert das Modehaus PKZ durch die Krise. In einem schrumpfenden Markt setzt sie auf Expansion.

An bester Lage in Zürich eröffnete am 12. April das Familienunternehmen PKZ seine 40. Filiale. Ein Flagship-Store mit Herren-Mode auf 1400 Quadratmetern.

Geschäftsleiterin Manuela Beer will in den kommenden Jahren bis zu vier weitere Läden eröffnen.

Während Zara, H&M oder Tally Weijl ihr Filialnetz zusammenstreichen und die Branche mit sinkenden Umsätzen kämpft, soll PKZ wachsen.

«Wir sind ein 140-jähriges Unternehmen, welches den Männermarkt sehr gut kennt und sehen noch zusätzliches Potenzial für uns», sagt die 52-jährige Managerin.

Klare Positionierung im Markt

Diese Zuversicht war bei PKZ nicht immer vorhanden. Der aufkommende Online-Handel liess die Umsätze in den Nullerjahren schrumpfen, PKZ schloss eine Filiale nach der anderen.

Seit Manuela Beer 2015 von der Besitzerfamilie auf den Chefposten geholt wurde, geht es wieder aufwärts. Mit einer klareren Ausrichtung auf das Mittel- und Premium-Segment schaffte sie den Turnaround; seit 2017 steigen die Umsätze wieder kontinuierlich an.

Das Pandemiejahr 2020 war allerdings auch bei PKZ «ein Jahr zum Vergessen», wie Manuela Beer sagt. Den Umsatz-Einbruch von 20 Prozent will Beer innert fünf Jahren wett machen.

Insbesondere bei den Herrenläden sieht die Firmenchefin Potenzial. Diese seien bei PKZ meist profitabler als die Damengeschäfte, was mit dem unterschiedlichen Einkaufsverhalten von Männern und Frauen zu tun habe.

Der männliche Kunde sei einfacher zu bedienen. Er sei froh, mit zwei bis drei Outfits den Laden verlassen zu können, «damit er in einer Woche nicht wieder kommen und in eine Umkleidekabine stehen muss». Frauen kämen öfter vorbei und kauften weniger.

Chancen statt Risiken

Manuela Beer denkt «lieber in Chancen als in Risiken». Das gilt auch für den Online-Handel, den viele als Totengräber der stationären Läden sehen.

«Unsere Omni-Channel-Strategie bewährt sich. Kundinnen, die sowohl online wie auch stationär bei uns einkaufen, geben doppelt so viel Geld aus wie jene, die nur online oder nur in den Läden einkaufen».

Man müsse den Leuten allerdings einen Grund geben, um überhaupt in einen Laden zu kommen, sagt Beer und nennt als solchen das «Einkaufserlebnis».

So gibt es bei PKZ VIP-Kabinen mit Cüpli-Service für besonders gute Kundinnen und Lounge-Sessel mit Kaffee-Angeboten für alle anderen.

Mit Zuversicht in die Zukunft

Die Managerin hat die Zuversicht verinnerlicht. Sie sagt, sie sei permanent auf der Suche nach Chancen und Opportunitäten.

«Die Mode selber verändert sich ja auch. Wer in dieser Branche Angst hat vor Veränderung hat, ist fehl am Platz.»

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Manuela Beer im Interview: «Wir können auf Veränderungen besser reagieren.»
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ECO, 12.4.21

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Weitgereister)
    PKZ? Nie wieder, sauteuer und miese Qualität. Ich habe kürzlich ganz schlechte Erfahrungen gemacht.
    1. Antwort von Peter Kovacs  (Bese)
      Die alte Garde ist weg und die jungen, sorry aber haben nicht zu viel Ahnung. Dort braucht man Fachkräfte, wie gelernte Schneider usw. „Eine gute verkäufer ist, die für ein kahlköpfigen ein Kamm verkaufen kann! Am vergangenen Freitag habe ich es erlebt. Wo? Beim PKZ AArau! Dieser Verkäufer muss man lobe!
  • Kommentar von Peter Steiner  (pcsteiner)
    Leidrr habe ich das Gegenteil dieser Aussage von Frau Beer erlebt. Ich habe bis vor rund 5 Jahren praktisch alle meine Kleider im PKZ gekauft; bis der lokale Shop geschlossen wurde. Seither war ich nie mehr in Kontakt mit PKZ...Leider.
  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    Genau das bedeutet die Strukturänderung im Detailhandel. Klar viele Geschäfte verschwinden, aber diese waren und sind in ihrer Form halt nicht mehr nötig. Fachhandel, gute Beratung und Qualität wird es immer geben. Einfach in einer anderen Form als dies Jahrzehntelang der Fall war.