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Mögliche Interessenkonflikte Raiffeisen-Tochter Investnet ruft die Finma auf den Plan

Legende: Audio Finma nimmt Beteiligung unter die Lupe abspielen. Laufzeit 00:59 Minuten.
00:59 min, aus HeuteMorgen vom 07.11.2017.
  • Die Finanzmarktaufsicht Finma ermittelt gegen die Raiffeisenbank und deren ehemaligen Chef Pierin Vincenz.
  • Nun sagt Raiffeisen, worum es geht.
  • Im Fokus steht die Beteiligung an Investnet – einer Firma, die KMU berät.

Die Raiffeisen Bank soll gegen Sorgfaltspflichten verstossen haben. Deshalb führt die Finanzmarktaufsicht Finma ein Verfahren gegen die Bank. Doch nicht nur gegen die Bank, sondern auch gegen deren ehemaligen Chef Pierin Vincenz.

Vincenz sagt auf Anfrage, er wisse nicht, worum es im Detail gehe. Raiffeisen hingegen nimmt gegenüber Radio SRF Stellung zum Fall. Ihr Sprecher Dominik Chiavi sagt: «Das Verfahren betrifft die Corporate Covernance und hier hauptsächlich den Umgang mit Beteiligungen in der Vergangenheit.» Konkret gehe es um die Beteiligung an Investnet, präzisiert Chiavi.

Frau von Vincenz spielte auch eine Rolle

Investnet berät KMU, unter anderem bei der Beschaffung von Kapital. 2012 kaufte Raiffeisen 60 Prozent der Aktien von Investnet.

Raiffeisen-Sprecher Chiavi sagt, die Finma untersuche die Entscheidungsprozesse, die zu der Beteiligung geführt hätten, wie die Verträge ausgestaltet und aufgegleist geworden seien.

Brisant: Die Frau von Pierin Vincenz war zu jener Zeit Chefjuristin von Raiffeisen. Seit 2015 ist Vincenz Präsident von Investnet.

Auch als Ex-Chef bleibt Vincenz im Fokus der Finma

Üblicherweise interessiert sich die Finma nicht mehr für Personen, die ihre Funktionen abgegeben haben. Pierin Vincenz spielt bei Raiffeisen zwar keine Rolle mehr, präsidiert jedoch den Versicherer Helvetia. Damit muss die Finma weiterhin sicherstellen, dass Vincenz Gewähr für eine einwandfreie Geschäftsführung bietet.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Ochsner (Hans Ochsner)
    Ich frage mich ob der von der Finma untersuchte Kauf einer Beteiligung, ein unternehmerischer Entscheid, die Finma überhaupt etwas angeht? Das ist m.E. Eine Angelegenheit des Verwaltungsrates sowie der internen und externen Aufsichtsorgane des Unternehmens. Und nicht des wohl völlig überdimensionierte Regulators! Es wundert mich nicht, dass Ermotti nicht mehr ausschliesst wegen der überbordenden Regulierung den Sitz der UBS in ein anderes Land zu verlegen. Ich würde es machen.
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  • Kommentar von Hans Leuenberger (hansle)
    Der Kommentar von Casagrande ist ein dummer Rundumschlag, der eigentlich nicht durch die Maschen des Netiquette fallen dürfte. Natürlich zeigt sich jetzt, dass auch bei einer Genossenschaftsbank nicht alles sauber laufen kann. Dazu wären eigentlich die Kontrollmechanismen da. Zu dem müssen wir uns alle selber an der Nase nehmen; denn mehr haben und möglichst nichts bezahlen ist in allen Volksschichten weit verbreitet.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    "Interessenskonflikte" - sehr verharmlost formuliert!! Profitgier auf Volkskosten - "Vetternwirtschaft, Lobbyismus" von "Leitungspersonen" - "falsche Leute in falschen Positionen", geschützt durch durch ebenfalls von den Volks-Steuergeldern sehr gut entlöhnten: Bundesrat, Politik,Justiz.....= Schweizer Polit-Filz - Volks-Politik!!!
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