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Nachfolger von Veit Dengler Neuer NZZ-Chef kommt aus der Strombranche

  • Der Verwaltungsrat hat den 50-jährigen Felix Graf zum neuen CEO ernannt, wie das Medienunternehmen mitteilt.
  • Graf wird Nachfolger von Veit Dengler und tritt seine neue Aufgabe im kommenden Juni an.
  • Dengler wurde im Juni 2017 abgesetzt.

Graf ist zurzeit Chef der Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) und Konzernleitungsmitglied der Axpo Holding.

Er sei ein erfahrener CEO, der die Herausforderungen von Märkten in rasantem Wechsel kenne, begründet der Verwaltungsrat der NZZ seine Wahl. Als promovierter Physiker bringe Graf aus unterschiedlichen Branchen Erfahrung im Management von technologiegetriebenen Veränderungsprozessen mit. Er wisse genau, was es heisse, ein Unternehmen durch eine Transformationsphase zu führen, schreibt VR-Präsident Etienne Jornod.

Ein Jahr mit Interims-Chef

Als Grund für die Trennung von Dengler wurde im vergangenen Juni unterschiedliche Auffassungen zwischen ihm und dem Verwaltungsrat um die künftige Ausrichtung angegeben.

Bis zum Amtsantritt von Graf im kommenden Juni bleibt NZZ-Finanzchef Jörg Schnyder ad interim Vorsitzender der Unternehmensleitung.

Auch bei McKinsey gearbeitet

Graf ist seit 2010 Mitglied der CKW-Geschäftsleitung. Seit 2014 führt er den Konzern. Zuvor arbeitete er für Swisscom. Unter anderem war er verantwortlich für die Unterhaltungsdienstleistungen, darunter das Bluewin-Portal und Swisscom TV. Von 1998 bis 2002 war Graf für McKinsey tätig. Der 50-Jährige ist Vater von zwei Kindern, er wohnt in Zürich.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    Ironie: Er soll wohl die seit 1780! älteste Tageszeitung unter Hochspannung setzten, um den Strom der Zeit aufrecht zu erhalten. Vielleicht wird er sogar den Stecker ziehen müssen. NB: Die NZZ war jahrzehntelang mein Leibblatt. Auch deshalb, weil sie sich weltweit unabhängige Journalisten leisten konnte. Somit konnte sie eine gut recherchierte Sicht der Dinge drucken, anstatt sich dem oberflächigem „Mainstream“ unterwerfen zu müssen. Hoffentlich schafft sie den Umstieg in die digitale Neuzeit.
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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Ein Physiker mit Strombranchenerfahrung soll einen Verlag fit machen. Die Begründungen, die man dazu hier list, sind m.E. der Standardschwachsinn aus den Kommunikationsabteilungen heutiger Konzerne. Ich kann nur den Kopf schütteln. Offenbar gibt es innerhalb NZZ selber keine fähigen Köpfe, die das Metier und dessen Herausforderungen profund kennen...?
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