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Wirtschaft Nationalbank hält an Euro-Mindestkurs fest

Die Schweizerische Nationalbank kehrt nicht von ihrer ultralockeren Geldpolitik ab. Sie will den Leitzins wie in den vergangenen zweieinhalb Jahren nahe Null belassen und hält am Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken fest.

Legende: Video SNB hält an Geldpolitik fest abspielen. Laufzeit 02:07 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 20.03.2014.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat an ihrer Frühjahrssitzung erwartungsgemäss den Mindestkurs von 1,20 Franken zum Euro bekräftigt.

«Der Mindestkurs stellt sicher, dass wir die richtigen monetären Bedingungen haben, damit wir Preisstabilität erreichen können», sagt SNB-Präsident Thomas Jordan gegenüber SRF. Auch sei der Mindestkurs «sehr glaubwürdig an den Finanzmärkten – und gerechtfertigt», so Jordan weiter. Das zeige sich an der sehr tiefen Inflation der vergangenen Monate.

Leitzinsen bleiben nahe bei Null

Die SNB beschloss zudem, die Leitzinsen unverändert tief zu behalten. Obwohl sich die Banken bei der SNB damit weiterhin praktisch zum Nulltarif Geld ausleihen können, sind laut den Währungshütern auf absehbare Zeit keine Inflationsrisiken erkennbar.

Für 2014 und 2015 rechnet die SNB noch mit einer Teuerung von 0 Prozent respektive 0,4 Prozent. Damit hat sie die Raten gegenüber der letzten Prognose vom Dezember um je 0,2 Prozentpunkte gesenkt.

SNB rechnet mit Wachstum

Die international rückläufige Teuerung und der leicht stärkere Franken verzögern den Anstieg der Inflation, wie die SNB schreibt. Gemäss der erstmals für 2016 abgegebenen Teuerungsprognose rechnet die SNB dann mit einen Preisauftrieb von 1 Prozent.

Beim Bruttoinlandprodukt hält die SNB an der Prognose für 2014 fest. Sie rechnet unverändert mit einem Wachstum der Schweizer Wirtschaft um rund 2 Prozent.

Wirtschaftliche Erholung mit Risiken

Allerdings sei die Erholung der Weltwirtschaft mit bedeutenden Risiken behaftet, schreibt die SNB. Im Gespräch führt Jordan aus, was er damit meint: So seien die Probleme in Europa noch nicht wirklich gelöst, Rückschläge seien möglich. Dies hätte rasche und gravierende Auswirkungen auf die Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz.

Ausserdem könnte eine Änderung der Geldpolitik in den USA, Grossbritannien oder der EU zu plötzlichen Veränderungen an den Finanzmärkten führen. «Das kann sich unter Umständen problematisch auswirken», so Jordan.

Ein weiteres, neues Risiko sei die Situation in den Schwellenländern. Auch hier könne es dazu kommen, dass die Weltwirtschaft plötzlich belastet werde.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von V. Humbert, Carouge
    Ich möchte endlich erfahren, wieviel uns dieser "Spass" bislang gekostet hat und offenbar noch kosten wird. Ist schliesslich unser Geld. Es sollen ja mehrere Milliarden sein. 2- oder bereits 3-stellig?
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    1. Antwort von Hans Telmo, 8807 Freienbach
      Es lohnt sich ein Rückblick um 100 Jahre. 1912 war eine italienische Lire einen Franken wert. Bis zur Einführung des Euros dividierte sie ihren Wert gegenüber den CHF um den Divisor 1250, für 1000 Lire gab es 80 Rappen. Da die SNB "unbeschränkt" Euros (Währungskorb gebildet aus lauter Schwachwährungen) kaufen will, und bereits 440 Milliarden gekauft hat, erleiden wir bei einer erneuten Abwertung des Euros einen Devisenverlust. Wie hoch der sein wird? Logischerweise ebenfalls "unbeschränkt".
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    2. Antwort von J. Geissler, Neerach
      Die Erfolgsrechung der SNB ist für alle zugänglich: http://www.snb.ch/de/mmr/reference/pre_20140307/source/pre_20140307.de.pdf Gewinn aus Fremdwährungspositionen: 2012: 4.7 Milliarden 2013: 3.1 Milliarden ich denke das kostet Dich nichts...
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  • Kommentar von Hans Telmo, 8807 Freienbach
    Mit dem Mindestkurs von 1,2 Franken pro Euro wurde der Schweizer Franken zerstört. Begründung: 1. Der Mindestkurs bedeutet nichts anderes, als dass eine Schweizer Franken NIEMALS mehr wert sein wird, als 0,833 Euro. 2. Der Schweizer Franken ist keine eigene Währung mehr sondern als Unterwährung des Euros von dessen Wertentwicklung völlig abhängig und ausgeliefert. 3. Die SNB verzichtet auf jegliche Währungspolitik 4. Der Euro ist ein Währungskorb bestehend aus lauter Schwachwährungen.
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  • Kommentar von W. Pip, ZH
    Wir sollten der EU lieber mal zu verstehen geben, dass wir die Stützkäufe aufgeben könnten. Dann kracht der Euro noch mehr zusammen. Ob das dann die Banken, welche in Euro investiert haben, freut, wäre zu beobachten...
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