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Nationaler Grippeimpftag Was hat die Wirtschaft von der Kampagne des Bundes?

Legende: Audio 30 Franken pro Person für die Prävention abspielen. Laufzeit 01:34 Minuten.
01:34 min, aus HeuteMorgen vom 03.11.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Winter naht und damit die nächste Grippewelle. Deshalb hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) für heute den nationalen Grippeimpftag lanciert.
  • Zum ermässigten Preis von 30 Franken und ohne Voranmeldung kann man sich den ganzen Tag über in vielen Arztpraxen impfen lassen; auch diverse Apotheken machen bei der Aktion mit.
  • Die Impfung sei das wirksamste Mittel, um der Grippe vorzubeugen, sagt das BAG.
  • Doch lohnt sich diese Impfkampagne des Bundes auch aus wirtschaftlicher Sicht?

Eine Grippewelle koste das Schweizer Gesundheitssystem rund 100 Millionen Franken, sagt Mark Witschi vom Bundesamt für Gesundheit (BAG). Einschliesslich der gesamten volkswirtschaftlichen Auswirkungen – etwa durch Arbeitsausfälle bei den Unternehmen – falle die Rechnung noch höher aus.

«Wir haben das einmal in einer Studie geschätzt und eine solche durchschnittliche Grippeepidemie kostet die Volkswirtschaft rund 100 bis 300 Millionen Franken. Also: Ein nicht zu unterschätzender Betrag», sagt er.

Wir haben das einmal in einer Studie geschätzt und eine solche durchschnittliche Grippeepidemie kostet die Volkswirtschaft rund 100 bis 300 Millionen Franken.
Autor: Mark WitschiBundesamt für Gesundheit

Jährlich gehen Hunderttausende zum Arzt, weil sie sich mit dem Virus angesteckt haben. Bis zu 5000 Spitalbesuche gibt es jedes Jahr wegen der Grippe – und bis zu 1500 Sterbefälle. Ältere Menschen, chronisch Kranke, Kinder, aber auch Berufstätige in der Pflege sind besonders gefährdet.

Die 30 Franken pro Person für die Prävention am heutigen Grippeimpftag würden sich lohnen, sagt Witschi, denn: Die Kosten für den Impfstoff hielten sich in Grenzen. Er erklärt: «Insgesamt kostet uns ein solches Programm einen Betrag von zirka 20 bis 30 Millionen Franken. Dieser Betrag ist immer noch deutlich geringer als das, was eine Grippeepidemie volkswirtschaftlich verursachen kann.»

Ich gehe davon aus, dass die Pharmafirmen ein gewisses Geschäft machen.

Zwar räumt Witschi ein: Die Pharma-Firmen, die den Impfstoff herstellen, würden auch etwas daran verdienen. «Ich gehe davon aus, dass die Pharmafirmen ein gewisses Geschäft machen. Ich denke aber, dass die Marge nicht in einem Ausmass ist, der dazu Anlass geben würde, dass man eine solche Aktion nicht unterstützen könnte», sagt er.

Und für viel wichtiger erachtet es das Bundesamt, möglichst viele Grippefälle zu verhindern.

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23 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    'würden auch etwas daran verdienen' immer tapfer im selbstlosen dienst im kampf gegen die viren. diese kriegslogik wird in allen bereichen durch und durch konjugiert. was den rüstungsfirmen der krieg an menschen, sind den impfstoffherstellern der krieg an mikroorganismen und der agrochemie der grossangriff auf fast alles, was da kreucht und fleucht. ein buch von gestern, aktueller denn je: silent spring, von rachel carson.
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  • Kommentar von Pia Müller (PiMu)
    Grippeimpfen - nur big Business für die Pharma-Lobby ! Meine Mutter wurde mit 82-86 J. grippe-geimpft und hatte jedes Jahr 4-8 Wochen eine abgeschwächte Grippe. Ich habe danach mit 87 J. jegliche Grippe-Impfung verboten und sie ist mit 92 ohne je wieder Grippe gehabt zu haben am Herztod gestorben. Das sagt ALLES !!
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Das Grippemittel wird wie ich gehört habe schon Anfangs Jahr zusammen gepanscht, und das obwohl niemand bereits weiss welcher Virus im Herbst/Winter wirklich tobt? Dann wird geimpft auf Teufel komm raus. Gibt viele geimpfte Menschen, die nach der Impfung trotzdem die Grippe aufgefangen haben, weil das Mittel unwirksam gegen den gegenwärtigen Virus war. Das wiederholt sich Jahr für Jahr.
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