Zum Inhalt springen

Wirtschaft Neapel: Demonstranten versuchen EZB-Gelände zu stürmen

Die EZB belässt den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent. Während der Beratung in Neapel demonstrieren 600 Menschen gegen die EZB-Politik.

Legende: Video «Ausschreitungen am Rande der EZB-Beratung» abspielen. Laufzeit 1:04 Minuten.
Vom 02.10.2014.

Etwa 600 Menschen hatten sich Polizei-Angaben zufolge vor dem Capodimonte-Palast versammelt. In dem Gebäude kommt der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) jeweils zu seiner auswärtigen Sitzung zusammen.

Rekordtiefer Leitzins bleibt

«Job-Unsicherheit, Armut, Arbeitslosigkeit, Spekulationen. Befreit uns von der EZB», hiess es auf einem Spruchband. Auf Fernsehbildern war zusehen, wie die Bereitschaftspolizei die Demonstranten davonabhielt, auf das Gelände des Schlosses zu kommen.

EZB-Präsident Mario Draghi lächelnd an einem Konferenztisch.
Legende: EZB-Präsident Mario Draghi belässt den Leitzins bei 0,05 Prozent. Reuters

Italien befindet sich in der dritten Rezession innerhalb von sechs Jahren. Besonders der Süden des Landes ist von den Wirtschaftsproblemen betroffen.

Die EZB beliess ihren Leitzins auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent. Auf einer Pressekonferenz am Nachmittag will EZB-Präsident Mario Draghi das geplante Kaufprogramm von Kreditverbriefungen und Pfandbriefen erläutern.

3 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Die Chefs der EZB, wir auch diejenigen der "Trojka" sind nicht vom Volk oder dessen Vertreter (Parlament) gewählt, sondern sind ernannt worden. Deren teilweise harten Entscheidungen sind folglich politisch nicht legitimiert. Ob das erfolgreiche Grundlagen eines friedlichen Europas sind, kann ich nicht wirklich glauben. Nicht nur in Italien, sondern auch in anderen südeuropäischen Ländern mehren sich Proteste und Abspaltungsbestrebungen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Mit der Geldpolitik der EZB lässt sich Europa nicht mehr retten. So ist die Zentralbank gar nicht mehr in der Lage die aktuelle Krise alleine zu lösen. Europa fehlen schlicht die Investitionen von privater Hand. In Ländern wie FR u. IT funktioniert das schon deshalb nicht, weil die Verkrustungen in der Wirtschaft dort auch nach 5 Jahren Eurokrise immer noch nicht aufgebrochen sind. Fazit: Man kann noch so viel Geld ins Finanzsystem pumpen, wenn danach gar keine Nachfrage besteht!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Edi Steinlin, Zürich
    Die Italiener bekommen das, was sie verdient haben. Niemand macht ernsthaft etwas gegen die ausufernde Korruption, die Mafia wird nach wie vor passiv unterstützt, Steuern zahlen sollen die "andern" und die Schuld an der Misere wird überall gesucht nur nicht zuhause.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen