Nestlé wächst langsamer

Ein verregneter Frühling in Europa und eine Konjunkturabkühlung in Asien haben den Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé im ersten Halbjahr gebremst.

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat im ersten Halbjahr 5,1 Milliarden Franken verdient – 3,7 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres. Grundlage für das bessere Ergebnis war eine Umsatzsteigerung von 5,3 Prozent auf 45,2 Milliarden Franken. Das organische Wachstum betrug gemäss Communiqué 4,1 Prozent – ein Jahr zuvor waren es 6,6 Prozent.

Mit dem Umsatz stieg auch die operative Profitabilität: Die operative Ergebnismarge belief sich auf 15,1 Prozent – 0,2 Prozentpunkte mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Der Betriebsgewinn lag 6,8 Prozent höher bei 6,8 Milliarden Franken.

Weniger stark gewachsen

Nestlé konnte seine Erlöse in allen Weltregionen steigern. Den geringsten Zuwachs erzielte der Lebensmittelmulti in Europa mit einem organischen Wachstum von 0,6 Prozent. Als Wachstumstreiber wirkten erneut die aufstrebenden Märkte (Emerging Markets). Dort legte Nestlé 8,2 Prozent zu. Verglichen mit der Vorjahresperiode ist das Geschäft aber weniger stark gewachsen.

Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Schätzungen der Analysten bezüglich organischem Wachstum und Umsatz nicht ganz erreicht, ansonsten indes leicht übertroffen.

Im Hinblick auf die zweite Jahreshälfte erwartet Nestlé, dass sich diese Wachstumsdynamik fortsetzen wird. Mit einem erwarteten organischen Wachstum um die 5 Prozent korrigierte der Konzern die bisherigen Angaben aber leicht nach unten.