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Wirtschaft Netflix kommt in die Schweiz

Bis Jahresende werde der Online-Videodienst sein Angebot in der Schweiz starten, erklärte das Unternehmen. Seit 2007 ist der Streaming-Dienst bereits in den USA verfügbar. SRF-Digitalredaktor Jürg Tschirren erklärt, warum er jetzt erst hierzulande verfügbar ist.

Fernseher mit Logo von Netflix im Bildschirm; daneben eine Hand, die eine Fernbedienung hält
Legende: Das mobile Heimkino aus den USA versucht nun auch in der Schweiz Fuss zu fassen. Keystone

Serienfans dürfen sich freuen: Bald können Internet-Nutzer in der Schweiz den Streamingdienst abonnieren. Damit können sie eine «grosse» Auswahl an TV-Serien und Filmen sowie eigene Netflix-Serien wie etwa «House of Cards» sehen, hiess es. Auch in Deutschland, Frankreich, Österreich, Belgien und Luxemburg will Netflix an den Start gehen.

Eine Frage der Sprache

Netflix bietet den Streamingdienst in den USA seit 2007 an. Dass es so lange gedauert hat, bis Netflix in der Schweiz angeboten wird, ist laut SRF-Digitalredaktor Jürg Tschirren in der Sprachproblematik begründet. «Das Netflix-Angebot gibt es bis jetzt fast ausschliesslich in Englisch und Spanisch. Deshalb ist der Dienst in Europa auch in England und auch Skandinavien zuerst gestartet, wo die Fernsehzuschauer ebenfalls gewohnt sind, Filme in Englisch zu schauen.»

Der Preis werde «niedrig»

Das Unternehmen ist einer der grössten Anbieter von Filmen und Serien zum Abruf über das Internet. Derzeit zählt Netflix 48 Millionen Kunden weltweit. Über eine Expansion des Online-Dienstes in Europa wurde seit Monaten spekuliert. In Grossbritannien, Irland, Norwegen, Finnland, Schweden, Dänemark und den Niederlanden ist Netflix bereits aktiv.

Genaue Startdaten für die verschiedenen Länder nannte das Unternehmen nicht, ebensowenig wie einen Abo-Preis. Dieser werde jedoch «niedrig» ausfallen, hiess es. In den europäischen Ländern bewegen sich die Preise bisher bei etwas neun Euro im Monat, sagt SRF-Digitalredaktor Jürg Tschirren.

Flatrate-Konkurrenz für Video-on-demand

Abonnenten können für eine Monatsgebühr bei Netflix unbegrenzt Videos schauen. «Das Streaming-Angebot von Netflix ist eine Flatrate. Man muss nicht für jeden Film, den man sich anschauen will, einzeln zahlen, wie das bei Video-on-demand Angeboten der Fall ist», erklärt Tschirren. Welche Titel aber schlussendlich zugänglich sein werden, hänge immer davon ab, von welchem Land ein Abonnent auf den Dienst zugreift, ergänzt der Digitalredaktor. So sei beispielsweise das Angebot in Europa bislang kleiner als in den USA. Dort würden zehntausende Filme und Serien angeboten.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Wilhelm, Münchenstein
    Mir ist immer noch nicht klar, wie ich das auf den Bildschirm bekomme - oder in meinem Fall: Auf den Beamer. Meine TV-Box wird das mit absoluter Sicherheit kaum unterstützen (bzw. wird Netflix die nicht unterstützen wollen). Muss ich dafür jetzt echt einen PC mit HDMI an den Verstärker anschliessen oder gibt es eine Settop-Box von Netflix?
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  • Kommentar von S. L., Schweden
    Wir benutzen Netflix nun seit etwas mehr als 1.5 Jahren hier oben in Schweden. Nach knapp 2 Monaten Netflix haben wir unser TV-Abo gekündigt und bislang nie vermisst. Im Gegenteil, ist man bei Freunden/Familie und läuft da der Fernseher ist man eher irritiert ob der Werbeflut und den vielen, vielen schlechten Inhalten. Video on Demand hat im Vergleich zu Netflix keine Chance: Ein Netflix-Acc. lässt sich auf diversen Geräten (auch gleichzeitig) benutzen. U.a. auch iPhone, iPad, Playstation usw.
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  • Kommentar von Tobias Graber, 9000 St. Gallen
    Sollte man Netflix tatsächlich für rund CHF 8.-- im Monat in der Schweiz abonnieren können, wäre das eine echte Konkurrenz zu bestehenden VoD Anbietern. Für diesen Preis kann man in Amerika so viele Serien und Filme gucken wie man will, eine echte Flatrate also. In der Schweiz kosten einzelne Episoden oder Filme schon so viel. Man darf also gespannt sein, wie Swisscom und Cablecom darauf reagieren. Allerdings muss man damit rechnen, dass das Angebot aus Lizenzgründen massiv eingeschränkt ist :(
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