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Pilatus PC-24 Neue Epoche für Schweizer Flugzeughersteller

Heute startete das erste serienmässig hergestellte Schweizer Strahlflugzeug zum Testflug. Mit der PC-24 beginnt für den Nidwaldner Flugzeughersteller Pilatus eine neue Ära. Die ersten Flugzeuge sollen im November an die Kunden ausgeliefert werden.

Legende: Video Neues Kapitel bei Pilatus abspielen. Laufzeit 06:12 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 06.03.2017.

Fast 10 Jahren dauerte die Entwicklung des neuen Pilatus Aushängeschilds. Über eine halbe Milliarde Franken investierte der Innerschweizer Flugzeughersteller.

Dementsprechend gross war die Erleichterung heute Vormittag bei Verwaltungsratspräsident Oskar J. Schwenk, als er dabei zusah, wie der erste serienmässig in der Schweiz hergestellte Düsenjet vom Flugplatz Buochs abhob. Im Cockpit sassen zwei speziell ausgebildete Testpiloten.

Der PC-24 wird komplett in der Innerschweiz gebaut. Es ist das erste Strahlflugzeug der Pilatus Flugzeugwerke, die bis anhin nur Propellermaschinen herstellten. Laut Pilatus-Chef Schwenk geschah die Erweiterung auf Jets auf Kundenwunsch. Die neuen Flugzeuge können vielfältig eingesetzt werden. Sie eignen sich vor allem als Geschäftsreiseflugzeuge aber auch für Rettungsflüge oder Frachttransporte.

Die einzige Rechtfertigung für die Pilatus-Werke Flieger zu bauen, ist der Kunde.
Autor: Oskar J. SchwenkVerwaltungsratspräsident Pilatus

Zu den ersten Bestellern gehören sowohl fliegende Mediziner aus Australien als auch Nestlé-Präsident Peter Brabeck. Auch der Schweizer Bundesrat wird ab 2018 mit einem PC-24 auf Reisen gehen. Ein neuer Jet aus Stans kostet knapp 9 Millionen Franken. Mindestens 1000 Flugzeuge müsse man verkaufen, damit es rentiere, so Schwenk.

Der heute getestete Jet mit der Seriennummer P03S01 wird dem Werk in Zukunft als Demonstrationsflugzeug dienen.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    So als Info: Die Inneneinrichtung für die Kunden aus dem Süd- und Nordamerikanischen Markt wird nicht in der Innerschweiz gebaut, sondern im Pilatuswerk in Broomfield (bei Denver), Colorado, USA.
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Man gratuliert. Supertolle Leistung und ein Vorbild, "wie man es machen sollte". Als Ergänzung zum Artikel: Die Triebwerke (zwei Williams FJ44-4A, die seit 2007 eingesetzte neueste Generation des 1985 zusammen mit RollsRoyce entwickelten Triebwerks FJ44) stammen aus den USA (Detroit, Michigan) und befeuern standartmässig Businessjets (bsp. Cessna CitationJet), sowie militärische Trainingsflugzeuge (Saab 105) oder auch den Virgin Atlantic GlobalFlyer.
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    1. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      Gut dass Pilatus auf Bewährtes setzt und diese Bauteile geschickt in dem neuen PC-24 verbaut. Nicht dass durch diverse Fehlleistungen wie beim Airbus A400M oder etwas weniger schlimm bei der Boeing 787 Verzögerungen und unerwartete Ausfälle vorkommen, die Kunden sehr verärgern.
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    2. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      @Szabo: Man kann die Probleme der Boeing 787 oder Airbus A400M nicht über einen Kamm scheren. Letztendlich sind Neukonstruktionen in der Luftfahrt immer mit einem gewissen Risiko belastet. Die PC-24 ist als STOL Flugzeug ausgelegt und sehr hart im Nehmen, was die Beschaffenheit der Pisten anbelangt, aber dennoch einiges leichter als die Konkurrenz. Das ist eine stramme Herausforderung und alles andere als "Altbewährtes".
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    3. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      @Ducrey: Sie kennen sich in der Materie aus, wenn man ihre Kommentare ließt. Danke für die guten Infos. Mit "Bewährtes" meine ich die Kombination von Know-how und gesundem Menschenverstand auch der erfahrenen Mitarbeiter ergänzt durch neue Materialen/Technologien. So arbeite ich in der Chemiebranche als Analytiker.
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  • Kommentar von Klaus Kreuter (Klaus Kreuter)
    Das ist für mich absolut wichtiger als das ständige Gerede über Trump oder Erdogan. Ein kleines Land mit absoluter Leistung -ich bin saumässig stolz.
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    1. Antwort von Verena Casagrande (Verena Casagrande)
      Stimmt genau diese Nachricht war gestern auch das schönste.
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