Neuer Telekom-Riese in Deutschland

O2 und E-Plus fusionieren zum grössten Mobilfunkanbieter Deutschlands. Die EU hat ein entsprechendes Übernahmegesuch bewilligt. Der Kauf ist jedoch an einige Bedingungen geknüpft.

Aussenaufnahme des O2 Hauptsitzes

Bildlegende: Telefonica Deutschland («O2») hat sich E-Plus für 8,6 Milliarden Euro einverleibt. Keystone

Telefonica Deutschland («O2») darf E-Plus für 8,6 Milliarden Euro übernehmen. Der Fusion hat die EU-Kommission grünes Licht gegeben. Dadurch entsteht der nach Kunden grösste Mobilfunkanbieter Deutschlands.

Nach der Übernahme wird der bisherige E-Plus-Chef Thorsten Dirks an die Spitze des gemeinsamen Konzerns rücken. Der Sitz des Unternehmens wird in München bleiben, wo Telefonica Deutschland seit jeher beheimatet ist.

Preise werden nicht steigen

Die Fusion ist aber an einige Bedingungen gebunden, die Telefonica erfüllen muss. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia sagte, mit den Verpflichtungen werde gewährleistet, dass durch die Übernahme den Wettbewerb auf dem deutschen Telekom-Markt nicht beeinträchtige. «Konsumenten werden weiterhin in den Genuss der Vorteile eines wettbewerbsorientierten Marktes kommen.»

Die Wettbewerbshüter der EU hatten das Mitte 2013 angekündigte Vorhaben intensiv unter die Lupe genommen, da sie fürchteten, nach der Fusion könnten die Mobilfunkpreise in Deutschland steigen. Telefonica bot deshalb Zugeständnisse an und vereinbarte vorige Woche, nach dem Zusammenschluss ein Fünftel der Netzkapazitäten an den Mobilfunkanbieter Drillisch zu vermieten.