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Wirtschaft Nikkei-Index wegen Geldflut auf Rekordhoch

Die Schocktherapie der japanischen Notenbank hat die Börsen in Tokio beflügelt. Zeitweise stieg der Nikkei-Index über die Marke von 13'000 Punkten – das hatte er zuletzt 2008 geschafft.

Legende: Video Einschätzungen von Korrespondent Thomas Stalder abspielen. Laufzeit 01:16 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 05.04.2013.

Die Börse in Tokio hat mit einem Kursfeuerwerk auf die Lockerung der Geldpolitik der Bank von Japan reagiert. Der Leitindex Nikkei kletterte kurz nach Handelsbeginn gegenüber gestern um 4,3 Prozent auf 13'171 Zähler, dem höchsten Stand seit August 2008. Bei Handelsschluss lag er 1,58 Prozent höher bei 12'833 Punkten, Der breiter gefasste Topix gewann 2,74 Prozent auf 1066 Punkte.

Die Aussicht auf den massiven Ankauf von Staatsanleihen liess auch die Rendite der japanischen Bonds auf ein Rekordtief fallen.

Ausserhalb Japans sorgte dagegen der kräftig fallende Wert des Yen für Beunruhigung. Zudem trennten sich in Seoul wegen der Krise auf der koreanischen Halbinsel ausländische Investoren von ihren Papieren.

Immobilienfirmen und Banken gewinnen

Auf der Liste der Aktien mit den grössten Kursgewinnen standen die Werte von Immobilienunternehmen zuoberst. Sie verbuchten Kursanstiege von bis zu zwölf Prozent.

Aber auch Bankaktien waren gefragt, weil Finanzinstitute besonders von der Geldflut profitieren dürften. So gewannen die Aktien von Mitsubishi UFJ Financial fünf Prozent an Wert, jene von Mizuho Financial 1,5 Prozent.

Die Aussicht auf den massiven Ankauf von Staatsanleihen liess auch die Rendite der japanischen Bonds auf ein Rekordtief fallen. Ausserhalb Japans sorgte dagegen der kräftig fallende Wert des Yen für Beunruhigung. Zudem trennten sich in Seoul wegen der Krise auf der koreanischen Halbinsel ausländische Investoren von ihren Papieren.

Der MSCI-Index für die asiatischen Börsen ausserhalb Japans ging 1,31 Prozent zurück, der Index der südkoreanischen Börse gab 1,65 Prozent nach.

Legende: Video Hochstimmung an der japanischen Börse abspielen. Laufzeit 00:39 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 05.04.2013.

Geldschleusen mehr aufgedreht

Die japanische Zentralbank beschloss unter anderem eine Ausweitung der Programme zum Ankauf von Staatsanleihen. Demnach sollen jährlich knapp 500 Milliarden Franken in den Kauf der Papiere investiert werden. Auch der Kauf von langfristigen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von bis zu 40 Jahren ist vorgesehen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    Die Notenbanken können noch so viel Geld drucken, Kaufkraft können sie damit niemals schaffen. So notiert der Dow-Jones Index heute real (!) auf dem Niveau von 1997! Es sollte klar sein, dass die bisherigen Instrumente der Geldpolitik auf der ganzen Linie versagt haben und weiter versagen werden. Sie können höchstens den Niedergang bzw. den Crash hinauszögern.
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