Novartis-Aktionäre machen ihrem Unmut Luft

«Es kann nicht sein, dass einer, der schon Hunderte Millionen hat, noch 72 dazu kriegt», sagt eine Aktionärin. Der Grundtenor an der Generalversammlung von Novartis ist kritisch, fragend und etwas hoffnungslos.

Novartis-GV in der Basler St. Jakobshalle.

Bildlegende: Die Aktionäre erwarten vom Novartis-Verwaltungsrat Erklärungen. Keystone

Die Aktionäre treffen sich in Basel zur Generalversammlung der Novartis. Es interessiert sie, was der Verwaltungsrat und Vasella selber sagen werden. Eine Aktionärin redet Klartext: «Ich will wissen, was nun mit den 72 Millionen passiert. Die würden ja eigentlich uns gehören.»

Ein anderer Aktionär will Vasella an seinem letzten Arbeitstag hören. Und: «Mich interessiert, wie sich der Verwaltungsrat erklärt.»

Kritische Aktionäre

Andere Stimmen von Aktionären: «Vasella wird sicher Stellung nehmen. Aber das ändert ja nichts an der Sache.» Der Grundtenor: Genervte Aktionäre, die kritisieren, dass das mit den 72 Millionen nicht offiziell bekannt gegeben worden ist.

«Der Verwaltungsrat und Vasella haben sich (zu) viel Zeit genommen, Stellung zu nehmen», sagt ein weiterer Aktionär. Ausserdem halte er nicht viel von Vasellas Verzicht auf die 72 Millionen. «Er hat’s ja unter Druck gemacht.»