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Wirtschaft Novartis droht Milliardenzahlung in US-Schmiergeldprozess

Das US-Justizministerium wirft Novartis vor, Apotheken bestochen zu haben. Dafür soll der Basler Pharmakonzern mehr als drei Milliarden Franken an Schadenersatz und Busse zahlen. Eine entsprechende Klageschrift wurde bei einem New Yorker Gericht eingereicht. Novartis bestreitet die Vorwürfe.

Legende: Video «Klage gegen Novartis» abspielen. Laufzeit 0:25 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 01.07.2015.

Es geht um Bestechungsvorwürfe: Die US-Behörden beschuldigen den Basler Pharmakonzern, er habe Schmiergelder bezahlt, damit Apotheken Novartis-Medikamente statt Konkurrenzprodukte verkauften.

Die Apotheken sollen Zahlungen erhalten haben, die als Rabatte getarnt waren. Dafür verpflichteten sie sich, den behandelnden Ärzten einen Wechsel zum Novartis-Medikament vorzuschlagen.

Mit diesen Abmachungen habe Novartis die staatlichen Krankenkassen geschädigt, die für die Medikamente bezahlten, so der Vorwurf der US-Justiz. Der Fall kam bereits 2013 ins Rollen und hat schon mehrere juristische Hürden genommen.

Prozess im November

Die US-Behörden haben inzwischen umfangreiches Material gesammelt. Es soll belegen, dass der Basler Pharmakonzern unabhängige Apotheken in eigentliche Novartis-Verkaufsstellen verwandelt habe.

Novartis bestreitet alle Anschuldigungen. Im November soll es zu einem Prozess kommen, bei dem Strafzahlungen von mehr als drei Milliarden Franken drohen.

7 Kommentare

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  • Kommentar von C Müller, Magden
    Was ist mit den anderen Chemiefirmen? Die haben bestimmt die besseren Onkels. Nehme Produkte von Novartis. Hat mir sogar das Leben gerettet. Es ist ein Witz zu glauben das es immer nur Wie in einem Märchen abläuft. Werbung!? z.B Malboro (Kann man die Firma auch verklagen)? Neid Gier Habsucht man sieht es jeden Tag, ich glaube im Fehrnsehn bringen sie so was. Keiner ist besser!!!!
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  • Kommentar von P Zunger, Basel
    Die US Pharma-Firmen wie Pfizer, Merck, ect haben vermutlich nur "weisse Westen" in diesen Machenschaften… Die US-Behörden werden wohl so geblendet davon sein, dass sie nicht mehr hinschauen können (oder wollen). Das Ganze hat wohl 'sicher' keine US-protektionistische Hintergründe und nur das "Wohl" der Konsumenten im Fokus…
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  • Kommentar von M.Müller, Zürich
    Auch hier werden wie bei den Banken die Bussen sozialisiert! Wir Schweizer zahlen solche Geschichten mit überrissenen Medikamentenpreisen in der Schweiz. Danke an die bürgerliche Filzlobby aus FDP, SVP und CVP welche dies ermöglicht. Wir Schweizer wählen unsere Henker selber von Links bis Rechts! Es lebe die staatlich legitimierte Wirtschaftskriminalität - Unrecht wird zu Recht erklärt und im Berner Lügentempel ist die Moral in der Kloake - PFUI!
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    1. Antwort von Thomas Treichler, Honolulu
      Unsinn, wir zahlen in den USA sogar noch mehr fuer parentrechtlich geschuetzte Medikamente. Novartis ist ein Grosslieferant von lokal in den USA hergestellten Medikamenten.
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