Oerlikon-Chef kassierte 4,3 Millionen

Knall auf Fall räumte Michael Buscher letzte Woche den Chefsessel bei OC Oerlikon. Finanziell muss der Deutsche allerdings nicht darben: Gemäss «ECO»-Recherchen erhielt er für 2012 eine Entschädigung von 4,3 Millionen Franken – deutlich mehr als im Geschäftsbericht angegeben.

Michael Buscher

Bildlegende: Michael Buscher stand drei Jahre an der Spitze von OC Oerlikon. zvg

Drei Jahre sanierte Michael Buscher erfolgreich OC Oerlikon, das bei seinem Antritt als CEO am Abgrund stand. Letzte Woche die überraschende Meldung: Buscher verlässt den Technologiekonzern per sofort. Er wolle sich persönlich verändern, so die Begründung des Unternehmens.

Finanziell muss sich Michael Buscher keine Sorgen machen: Für 2012 erhielt er eine Entschädigung in der Höhe von 4,3 Millionen Franken. Das ergeben Berechnungen von «ECO», die von OC Oerlikon bestätigt werden.

Geschäftsbericht nennt «nur» 3,5 Millionen

Im Geschäftsbericht wird die Entschädigung für Buscher jedoch nur mit 3,5 Millionen Franken aufgeführt. Die Differenz von 800'000 Franken ergibt sich durch eine aktuelle Bewertung aller Aktien, die Buscher erhalten hat. Im Geschäftsbericht wird nicht berücksichtigt, dass die Oerlikon-Aktien unter der Ägide von Buscher um über 150 Prozent gestiegen sind. 

Eine Abgangsentschädigung erhält Michael Buscher hingegen nicht. Solche Zahlungen hat der Konzern kürzlich abgeschafft. Trotzdem dürfte Buscher auch für seine Arbeit in diesem Jahr belohnt werden. Wie sehr – das stehe in seinem Auflösungsvertrag, über den Stillschweigen vereinbart wurde, erklärt Oerlikon-Sprecher Burkhard Böndel gegenüber «ECO».