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Wirtschaft Online-Streaming verdrängt DVD-Kauf

Nicht nur im Zeitungsmarkt, sondern auch im Videogeschäft löst das Internet die bestehenden Angebote ab. Im vergangenen Jahr sank der Absatz von DVDs um 14 Prozent.

Ein Mann ruft einen Film auf einem Fernsehen auf.
Legende: Die Video-Verkaufsbranche leidet in der Schweiz unter dem Zuwachs des Online-Geschäfts. Reuters

Immer mehr Konsumenten schauen sich Filme zuhause direkt übers Internet an. Der Umsatz mit Angeboten wie Video auf Abruf stieg im vergangenen Jahr in der Schweiz um einen Viertel auf 46 Mio. Franken.

Demgegenüber sank der Absatz bei den DVDs um 14 Prozent auf 156 Mio. Franken, wie der Schweizerische Video-Verband (SVV) mitteilte. Dabei stützt sich der SVV auf Daten des Marktforschungsunternehmens Media Control.

Auch Hoffnungsträger Blue-Ray kann nicht zulegen

Doch auch das Onlinegeschäft konnte den Rückgang des Gesamtumsatzes des Heimvideogeschäfts nicht aufhalten. Dessen Umsatz sank um 6 Prozent auf 259 Mio. Franken. Bereits im Vorjahr war der Umsatz um 23 Prozent zurückgegangen.

Auch der einstige Hoffnungsträger Blue-Ray konnte nicht mehr zulegen. Bei diesen hochaufgelösten Filmen auf Discs stagnierte der Umsatz bei 57 Mio. Franken. Im Vorjahr war mit Blue-Ray-Filmen noch rund 8 Prozent mehr umgesetzt worden.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Frank Obermeit, Zürich
    Das Onlinegeschäft könnte wohl mehr zulegen, wenn das Preisniveau und die Verfügbarkeit der neusten Blockbuster steigen würde. Die meisten neuen Filme müssen online gekauft werden und das zu Preisen, die das 1.5 bis 3-fache der entsprechenden DVD bzw. Blu-ray bei Amazon kosten. So weichen doch viele auf den Download aus dem Newsnet aus.
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