Onlinehändler Zalando nimmt Minus in Kauf

Zalando, der Online-Händler für Kleider, Schuhe und Accessoires, bleibt trotz steigenden Umsätzen in den roten Zahlen. Sorgen bereitet das der Firmenspitze indes keine.

Ein Paket von Zalando in mitten anderer Pakete in einem Lieferwagen der Post.

Bildlegende: Zalando drückt der Schuh – könnte man in Anbetracht der Verluste meinen. Keystone

Der Umsatz ist von 510 Millionen Euro im Jahr 2011 auf 1,15 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gestiegen. Er hat sich damit mehr als verdoppelt. Gleichzeitig hat sich aber auch der Verlust auf operativer Ebene vergrössert, wie Zalando mitteilte.

Das Minus betrug 2012 90 Mio. Euro und ist damit relativ zum Umsatz kleiner ausgefallen als im Vorjahr. Damals hatte der Betriebsverlust 60 Mio. Euro betragen. In der Kernregion, die aus den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht, hat Zalando nach eigenen Angaben ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt.

Jeder zweite Schuh wird zurückgeschickt

Verluste seien Teil der Strategie bei einem Eintritt in neue Märkte, sagte Co-Geschäftsführer Rubin Ritter. Entscheidend sei, dass sich die Margen in allen Regionen positiv entwickelten. Eine weitere Expansion sei aber nicht geplant. «Wir sind jetzt in allen wichtigen Märkten Europas vertreten. Auf sie wollen wir uns konzentrieren», sagte Co-Geschäftsführer David Schneider.

Im Umsatz nicht eingerechnet sind Artikel, die von den Kunden wieder zurückgeschickt werden. Die Retourquote liegt laut Ritter bei rund 50 Prozent. Die Kosten für die Rücksendungen könnten von Zalando allerdings verkraftet werden.