Orascom leidet unter Ägypten-Krise

Die instabile Lage in Ägypten macht dem Immobilien- und Hotelkonzern Orascom weiter zu schaffen. Unter dem Strich weitete das Unternehmen in den ersten neun Monaten den Verlust um knapp 30 Prozent auf 75,7 Millionen Franken aus.

Sawiris mit Helm.

Bildlegende: Auch das schwächere Abschneiden beim Bau setzt die Orascom-Gruppe des ägyptischen Investors Samih Sawiris unter Druck. Keystone

Der Immobilienentwickler und Hotelbetreiber Orascom hat in den ersten neun Monaten 2013 einen Umsatzrückgang und eine Ausweitung der Verluste verzeichnet.

Der infolge der Unruhen im Sommer ausgerufene Ausnahmezustand und die Reisewarnungen zahlreicher Staaten belasteten das Hotelgeschäft in Ägypten, wie Orascom mitteilte. Der Gesamtumsatz des Unternehmens ging deshalb um 13,2 Prozent auf 164,7 Millionen Franken zurück.

Um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen, hat Orascom im Juli ein Kostensenkungsprogramm gestartet. Bisher seien Einsparpotenziale von 38,5 Millionen Franken identifiziert worden, heisst es in der Mitteilung. Das Ziel, die Kostenbasis bis Ende 2014 um 50 Millionen Franken zu reduzieren, werde aufrechterhalten.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Sawiris Probleme Ägypten

    Aus 10vor10 vom 16.4.2013

    Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat in Andermatt verkündet, dass sein Luxus-Resort-Projekt gut vorankomme. Weit weniger gut läuft es hingegen in Ägypten. Der Sawiris-Clan ist dort eine der einflussreichsten Familien und gerät seit der Revolution immer stärker unter Druck.