Orell Füssli bleibt unter Druck

Das Unternehmen bleibt trotz höherem Umsatz in den roten Zahlen. Sorgen bereitet nach wie vor der Sicherheitsdruck. Im Jahresergebnis erwartet das Unternehmen aber keine Überraschungen.

In der ersten Jahreshälfte vergrösserte das Industrie- und Handelsunternehmen den Betriebsverlust gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Millionen auf 4 Millionen Franken. Der Umsatz verbesserte sich dagegen um 2,1 Prozent auf 131,2 Millionen. Der Umsatz aber sank um 1,2 Prozent auf 37,8 Millionen, wie Orell Füssli mitteilte.

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Sorgenkind Sicherheitsdruck

Mühe bereitet dem Unternehmen weiterhin der Sicherheitsdruck. Dieser hatte im vergangenen Jahr mit Sicherheitsproblemen, Druckfehlern und Maschinenstillständen zu kämpfen. Bis Ende Juni stieg der Betriebsverlust der Banknotendruckerei von bereits 2 Millionen im ersten Halbjahr 2013 auf 3,3 Millionen Franken an. Der Umsatz legte leicht auf 40,6 Millionen zu.

Das Joint Venture Orell Füssli Thalia AG begann sein Geschäftsjahr am 1. Oktober 2013, weshalb die Halbjahreszahlen nicht direkt vergleichbar sind. Es resultierte ein Nettoerlös von 48,3 Millionen und ein operativer Verlust von 1,6 Millionen Franken. Das Marktvolumen für Bücher habe wieder abgenommen und der Trend zur Verlagerung des Buchhandelsgeschäftes ins Internet setze sich fort, schreibt die Gruppe. Dabei löse das E-Book bei einem Teil der Kundschaft das physische Buch immer mehr ab.

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Orell Füssli: Grundsolide, aber ertragsschwach

8:15 min, aus ECO vom 2.4.2012

Die Halbjahreszahlen sind laut Orell Füssli aufgrund von Saisoneffekten nicht richtungsweisend für das Gesamtjahr.

Gemäss der Medienmitteilung erwartet der Konzern für alle Bereiche Resultate «in der Grössenordnung des Vorjahres». Einzig das Jahresergebnis des Sicherheitsdrucks sei noch schwierig abzuschätzen.