Orell Füssli hat einen österreichischen Chef

Nach dem angekündigten Chefwechsel ist die Orell-Füssli-Gruppe fündig geworden. Der Verwaltungsrat ernannte den Österreicher Martin Buyle zum neuen CEO. Er tritt seine neue Stelle am 1. Oktober an.

Der Verwaltungsrat von Orell Füssli hat Martin Buyle zum neuen CEO der Gruppe ernannt. Er verfügt laut Mitteilung über langjährige Erfahrung in der Führung von mittelständischen Industrieunternehmen.

Ein Porträt von Martin Buyle, er trägt eine gestreifte Krawatte und Anzug. Er lächelt in die Kamera.

Bildlegende: Buyle hat einen Master of Business Administration (MBA) und ist 40 Jahre alt. zvg

Die vergangenen fünf Jahre sei er Mitglied der Geschäftsleitung der Jakob Müller AG gewesen, einem international tätigen Schweizer Textilmaschinenbauer. Davon verbrachte er die letzten beiden Jahre in der Funktion als CEO. Zuvor habe er vier Jahre lang in Deutschland als Geschäftsführer der Kramer-Werke gearbeitet, einem Hersteller von Kompaktbaumaschinen.

«Erfahrener Industriemanager»

Buyle tritt die Nachfolge von Michel Kunz an, der nach über vier Jahren als CEO der Gruppe das Unternehmen Ende 2014 verlässt, wie bereits im März mitgeteilt.

Verwaltungsrat und CEO seien übereingekommen, dass ein Wechsel in der operativen Führung vorgenommen werden soll, hiess es im Frühjahr bei der Ankündigung des Abgangs von Kunz. Dieser Wechsel ermögliche es einerseits dem Verwaltungsrat, einen erfahrenen Industriemanager als CEO zu rekrutieren und andererseits Kunz, sich nach rund vier Jahren neu zu orientieren.

Gestohlene Banknoten

2013 sorgte Orell Füssli wegen gestohlener Banknoten und damit verbundener Haftungskosten sowie Druckfehlern für Schlagzeilen. Die Zürcher Banknotendruck- und Buchhandelsgruppe hatte vergangenes Jahr weniger Umsatz gemacht und wie erwartet einen hohen Verlust verbucht.