Osterhase macht Schweizer Hoteliers glücklich

Die Wintersaison ist für die Hotellerie doch weniger schlecht ausgefallen als zunächst befürchtet: Die massiven Einbrüche im Februar konnten vor allem mit den guten Übernachtungszahlen im April kompensiert werden.

Zimmermädchen macht ein Hotelbett.

Bildlegende: Dank Ostern im April ist die Wintersaison für die Schweizer Hotels doch noch gut verlaufen. Keystone

Insgesamt haben die Hotels von November bis April 15,6 Millionen Übernachtungen verbucht, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Das sind 0,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Zum Anstieg trugen insbesondere die ausländischen Gäste bei, die mit 8,4 Millionen Logiernächten ein Wachstum von 1,6 Prozent verbuchten. Die inländische Nachfrage stieg dagegen mit 0,2 Prozent (auf 7,2 Millionen Logiernächte) nur leicht.

9 der 13 Tourismusregionen konnten vom leichten Wachstum profitieren, allem voran Genf (+4,5 Prozent). Rückgänge verbuchten hingegen die Regionen Zürich (-0,6 Prozent) und Bern (-2 Prozent).

Februar-Loch an Ostern wettgemacht

Der Winter war vor allem bei asiatischen Gästen beliebt. Auf ihr Konto geht ein Plus von 126'000 Einheiten oder 12,1 Prozent. China weist mit einem Plus von 46'000 Übernachtungen (+17,4 Prozent) das absolut stärkste Wachstum aller Herkunftsländer aus. Deutlich weniger Logiernächte verbuchten dagegen die Gäste aus Deutschland. Die Statistik zeigt einen Rückgang von 59'000 Übernachtungen oder 2,8 Prozent.

Vor allem der April war für die Wintersaison ein wichtiger Monat, denn das Osterwochenende fiel in diesen Zeitraum. So stiegen die Logiernächte im April um 3,3 Prozent auf 2,4 Millionen. Damit konnte der Februar etwas kompensiert werden, als die Übernachtungszahlen um fast vier Prozent einbrachen.

Für einen aussagekräftigen Vergleich des Monats April mit dem Vorjahr muss man aber Ostern wegdenken, denn im Vorjahr lagen diese Feiertage im März. Betrachtet man die Monate März und April zusammen, wurden 5,6 Millionen Logiernächte registriert. Das sind 1,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (März und April 2013).