Zum Inhalt springen

«Panama Papers» Kanzlei Mossack Fonseca am Ende

  • Die Kanzlei Mossack Fonseca gibt ihr Geschäft auf.
  • Sie war 2016 durch die «Panama Papers» ins Visier der Behörden geraten.
Das goldene Logo der Kanzlei Mossack Fonseca
Legende: Der Firma wurde nach dem Geldwäscheskandal auch vorgeworfen, an einem brasilianischen Korruptionsnetzwerk mitgewirkt zu haben. Keystone

«Der Imageschaden, die Medienkampagne, finanzielle Konsequenzen und das irreguläre Vorgehen einiger panamaischer Behörden» hätten «irreparablen Schaden verursacht», begründete die Kanzlei in Panama-Stadt am Mittwoch seine Entscheidung.

Papers führten weltweit zu Ermittlungen

Eine internationale Gruppe von Journalisten hatte im Frühjahr 2016 über mehr als 200'000 von der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca gegründete Briefkastenfirmen berichtet.

In den «Panama Papers» wurde enthüllt, wie Politiker, Sportfunktionäre, Milliardäre, Prominente und Kriminelle weltweit von der Kanzlei Mossack Fonseca gegründete Briefkastenfirmen in Panama nutzen, um Steuern in ihren Heimatländern zu umgehen.

Die Veröffentlichungen führten zu Ermittlungen auf der ganzen Welt und einer Debatte über Steueroasen und Geldwäsche. Mit Islands Ex-Ministerpräsident Sigmundur David Gunnlaugsson und Pakistans Ex-Premierminister Nawaz Sharif verloren sogar zwei Regierungschefs wegen der Enthüllungen ihr Amt.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

8 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    Da freut sich vor allem die von den USA unter Staatsschutz stehende global grösste Steueroase Delaware, das das grösste Steuervermeidungsschlupfloch der Welt ist. Alle globalen Monopol-Multis haben dort einen „Briefkasten“. Man kann es nachlesen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jakob Frauchiger (Jakob Frauchiger, Hilterfingen)
    Ein politischer Aufstieg bedeutet ausschliesslich sich besser im "Selbstbedienungsladen" = Steuergelder bedienen zu können. Eine andere Kanzlei wird die Geschäfte weiterführen. Es gilt für Wohlhabende das eherne Gesetz: Ein Buchhalter, welcher dazu führt, dass jemand Steuern bezahlen muss, wird fristlos entlassen....so wie eben diese Kanzlei...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    DIE Kanzlei, wo sind DIE Menschen? Niemand da um sich zu verantworten? Keiner von denen vor Gericht? Bemerkenswert auch die Formulierung, Politiker, die wegen der Enthüllung nicht wegen dem Vergehen an sich ihr Amt verloren....,
    Ablehnen den Kommentar ablehnen