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«Papieri» verkauft Hauptteil Vom Papierhersteller zur Immobilienfirma

Cham Paper Group von aussen.
Legende: Dank der Umstrukturierung soll die Entwicklung des ehemaligen Fabrikareals in Cham vorangetrieben werden. Keystone / Archiv
  • Der Schweizer Spezialpapier-Hersteller Cham Paper Group trennt sich von seinem bisherigen Kerngeschäft.
  • Der Käufer ist die südafrikanische Sappi LImited. Der Deal ist 146,5 Millionen Franken schwer.
  • Damit wird das Unternehmen zu einer reinen Immobilienfirma.

Danach will die Gruppe die Entwicklung ihres ehemaligen Fabrikareals der «Papieri» in Cham zu einem Stadtquartier vorantreiben, wie sie mitteilte. Die Cham Paper Group hatte in den letzten Jahren ihre Spezialpapierproduktion aus der Schweiz nach Italien verlagert.

Das profitable Spezialpapiergeschäft der Cham Paper Group sei heute zwar gut aufgestellt, aber dennoch zu klein, um sich aus eigener Kraft längerfristig im Markt zu behaupten, schreibt die Gruppe. Deshalb habe der Verwaltungsrat in den letzten Monaten sämtliche strategische Optionen geprüft.

Aktionäre haben das letzte Wort

Der Verkauf an die Sappi Gruppe sei eine optimale Lösung. So ergäben sich neue Perspektiven in Bezug auf Beschaffung, Marktbearbeitung, Produktinnovation, Expansionsmöglichkeiten und Personalentwicklung.

Nach Abzug von Bankkrediten, Verbindlichkeiten und Kosten fliessen der Cham Paper Group rund 125 Millionen Franken zu. Der Verkauf verlangt eine Änderung des Gesellschaftszwecks der Cham Paper Group. Die Aktionäre sollen an einer ausserordentlichen Generalversammlung darüber entscheiden können. Nötig ist die Zustimmung von mindestens zwei Dritteln der an der GV vertretenen Stimmen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Ivo Muri (Ivo Muri)
    Wirtschaftshistoriker Dr. Heinrich Bortis hat bereits 1992 voraus gesagt, was jetzt passiert: Die EU sei ein Irrweg, weil: 1. Industrien werden keine Standorte kennen, weil Geld immer an den gerade billigsten Produktionsstandort mit den tiefsten Löhnen abfliesst. 2. Die Menschen werden deshalb dauernd von Arbeitslosigkeit betroffen sein. 3. Weil die Menschen dann dauernd um ihre wirtschaftliche Existenz fürchten, werden sie psychisch krank. Die psychiatrischen Kliniken werden überfüllt sein.
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