Zum Inhalt springen

Pläne werden konkret Gategroup kehrt an die Schweizer Börse zurück

  • Gategroup rechnet mit einem Erlös aus dem Börsengang von 350 Millionen Franken.
  • Der Börsengang soll bis im Sommer 2018 erfolgen.
  • HNA selbst will bei Gategroup ein langfristiger Ankeraktionär bleiben, wie aus der Mitteilung hervorgeht.
Aus einem zur Flugzeugtür hochgefahrenen Container mit der Aufschrift "Gategourmet" wird Essen in ein am Gate geparktes Swiss-Flugzeug eingeladen.
Legende: Gategourmet, eine Tochter von Gategroup, versorgt weltweit Airlines mit Bordverpflegung. Keystone

Mit dem Geld aus dem Börsengang von Gategroup will der stark auf die Reise- und die Logistikbranche ausgerichtete chinesische Mischkonzern HNA die folgenden Geschäfte finanzieren: den Kauf der restlichen Anteile der Bordverpflegungsfirma Servair von Air France-KLM sowie einen Teil seiner Pensionspläne.

Mit Firmenverkäufen Kasse machen

Der chinesische Konzern sitzt nach einer grossen Einkaufstour auf einem riesigen Schuldenberg. Deswegen und wegen seiner undurchsichtigen Eigentümerstruktur hat er derzeit grosse Probleme. Mit Verkäufen will der Mischkonzern wieder zu Geld kommen.

Erst Mitte Februar gab HNA bekannt, Immobilien im Wert von über 6 Milliarden Dollar von London über New York bis Hongkong zu verkaufen.

Preisspanne für Gategroup-Aktien noch offen

Der Börsengang war erwartet worden. Zu welchem Preis die Gategroup-Aktien auf den Markt kommen sollen, steht noch nicht fest.

HNA hatte den einst zur Swissair gehörenden Flugzeug-Caterer Gategroup im Jahr 2016 für 1,4 Milliarden Dollar übernommen. Die Aktien sind erst vor knapp einem Jahr von der Schweizer Börse SIX genommen worden.

Schweizer Firmen aufgekauft

Zum chinesischen HNA-Konglomerat gehören so bekannte Schweizer Firmen wie Swissport oder Gategroup. Der Investor ist zudem auch an der Deutschen Bank beteiligt. Mehrere seiner Firmen kämpfen mit Problemen und werden restrukturiert, so etwa das Flaggschiff Hainan Airlines.