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Der SMI erholt sich von der Krise
Aus HeuteMorgen vom 15.04.2021.
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«Planwirtschaft light» Für die Börsen geht es bergauf – trotz Pandemie

  • Die Börsen erholen sich schnell. Der Schweizer Börsenindex SMI ist wieder auf demselben Stand wie vor der Pandemie.
  • Grund dafür seien unter anderem die tiefen Zinsen, sagt der Anlagechef der Zürcher Kantonalbank ZKB, Christoph Schenk.
  • Auch die Stützungsmassnahmen der Regierungen und die Planung der Börsen seien entscheidend.

Das Bild gleicht jenem nach der Finanzkrise: Auch nach dem Konkurs von Lehman Brothers 2008 in den USA brachen die Schweizer Wirtschaft und die Börse massiv ein – ein knappes Jahr später stand die Schweizer Börse wieder auf dem Niveau, wo sie vor der Krise stand. Dasselbe geschieht jetzt wieder, in der Pandemie.

Für diese schnelle Börsenerholung gibt es laut Christoph Schenk von der ZKB diverse Gründe. Ein Grund seien die ultratiefen Zinsen, die auch weiter tief bleiben werden. «Sie werden ja nur ärmer gemacht, indem sie Bargeld halten oder Staatsanleihen kaufen, daher müssen sie ins Risiko, in die Aktien gehen. Das ist ein Treiber.» Wer Rendite erzielen will, komme schon seit zehn Jahren nicht um Aktien herum.

«Planwirtschaft light»

Ein zweiter Treiber seien die enormen Stützungsmassnahmen vieler Regierungen. «Staatsausgaben, welche eigentlich alle Sektoren unterstützen, damit die Arbeitslosigkeit nicht explodiert, damit keine Massenkonkurse kommen. Wir sind ja momentan faktisch in einer kleinen ‹Planwirtschaft light›», sagt Christoph Schenk weiter.

Impfungen als Treiber und Hoffnung

Diese «Planwirtschaft light» sorge dafür, dass Firmen und Privatpersonen weiterhin Geld ausgeben. Damit stützen sie auch die Börsen. Börsen schauen aber auch voraus. Die Impfungen seien laut dem ZKB-Anlagechef der wichtigste Treiber: «Wir sehen Licht am Ende des Pandemietunnels. Das wird eine wirtschaftliche Erholung in grösserem Ausmass, einen starken Boom geben. Das nehmen die Aktien vorweg.»

SRF 4 News, 15.04.2021, 6 Uhr

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
    Gemäss einer Bekannten von mir, Verwaltungsrätin bei einer Bank, sind in den USA zu grossen Teilen Aktienrückkäufe durch Firmen verantwortlich für diese surrealen Höhenflüge. Da floss das meiste Geld hin, das durch Trumps Steuererleichterung frei wurde - nicht etwa in Innovation und jobs, jobs, jobs. Wie schon unter Bush, übrigens. Dazu gibt es Studien.
  • Kommentar von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
    Das Problem liegt doch auf der Hand. Die Notenbanken drucken Billionen von Dollars, Euros usw. aber die geschädigte Weltwirtschaft braucht seit 2009 dieses Kapital nicht (seit der Finanzkriese 2007/08), also fliesst dieser enorme Strom en Liquidität an die Börsen. Es wird behauptet wir erleben keine Inflation, vielleicht nicht beim Salatkopf, aber sicher bei den Aktienpreisen, teilweise über 100%. Die grosse Finanz- und Wirtschaftskriese erwartet uns und dann die Gesellschaftskriese.
  • Kommentar von Daniel Meier  (Danimeier)
    Wir steuern mit Vollgas in eine weltweite Hyperinflation hin und keinen scheint es zu interessieren. Dies könnte die grösste Katastrophe der Menschheit hervorrufen.
    1. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      ...und Börsengewinne kommen mehrheitlich Reichen zu Gute. Proportionale Funktion. Und diese streichen Hundertausende oder Millionen ein, ohne wirklich dafür zu arbeiten .... und daneben hat es zahlreiche krampfende Working-Poor....
    2. Antwort von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Weitgereister)
      Herr von Känel, es ist Ihnen doch frei gestellt auch an die Börse zu gehen. Mit ein paar hundert Franken sind auch Sie dabei. Oder wollen Sie die Börsen abschaffen? Dann müssen Sie aber die AHV und Pensionskasse abschreiben.
    3. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Nein, Herr Rechsteiner, die Reichen können zu viel Kapital für sich behalten. Die Steuern für diese ist viel zu tief. Sie entziehen dem Mittelstand und unten viel Geld durch das ungerechte Wirtschaftssystem (neoliberal / der Grössere frisst den kleineren und die unteren werden auf die Strasse gestellt), ohne dafür Entsprechendes zu leisten.
    4. Antwort von Marc Brunner  (mbr72)
      Das sage ich seit bald 13 Jahren. Aber hören will es niemand. Diese Niedrig/Negativ Politik und die absolut irre Geldmengenausweitung (weltweit) wird sich noch rächen. Logisch ist alles immer eine Zeitfrage, aber die Bereinigung wird eben nicht ein „bisserl“ Inflation und Börsenkorrektur sein. Eher eine Vermögensvernichtung in der breiten Masse in noch anderen Dimensionen wie in den 30er Jahren.
    5. Antwort von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Weitgereister)
      Herr von Känel, mir scheint Sie haben von vielen Dingen eine völlig falsche Vorstellung. Ich bin überhaupt nicht reich, höchstens Mittelstand. Trotzdem beschäftige ich mit der Börse und investiere in bescheidenem Rahmen in Aktien und Fonds. Was soll dabei falsch sein?
    6. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Rechsteiner: Ich rede nicht von Ihnen, sondern von wirklich Reichen. Z.B.3-4% besitzen ca. die Hälfte der materiellen Güter. Das ist lange nicht alles eigens durch Leistung verdientes Geld. Der Mechanismus geht fast ähnlich einem grossen Himmelskörper, der kleinere an sich zieht (aufsaugt).Z. B.Grossaktionäre dominieren die Kleinen. Sie haben das Sagen. Sonst würdenz. B. bei Grossbanken nicht häufig ähnliche Fehler gemacht: Geldsucht, schädliche Konkurrenz,Verzockerei....kleine entlassen..
    7. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      @Rechsteiner: Das Problem ist nicht grundsätzlich die im Kern gute Idee von Aktien. Das Problem ist, dass seit Milton Friedmann in der Wirtschaft propagierte Maximieren des Shareholder-Values, und dass es möglich ist, dieses über das Wohl von Mitarbeitern, Gesellschaft und Umwelt zu stellen - und dies schon längst hochprofessionell über Lobbyisten und Anwälte.