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Elektroautos noch die Ausnahme Politik will Durchbruch von E-Mobilität erzwingen

Stromkabel und Elektroauto
Legende: Elektroautos warten bei den Kunden noch immer auf den grossen Durchbruch. Keystone

2016 hat die Anzahl weltweit elektrisch betriebener Personenwagen zwei Millionen Fahrzeuge erreicht – ein Rekordniveau. Dennoch ist der Anteil von 0,2 Prozent am gesamten globalen PW-Bestand vernachlässigbar gering. Staaten und Unternehmen wollen dies ändern.

  • Grossbritannien. Das Vereinigte Königreich will den Verkauf von Diesel- und Benzinautos ab dem Jahr 2040 verbieten. Bis 2050 sollen solche Fahrzeuge laut Angaben des britischen Umweltministeriums ganz von britischen Strassen verschwinden.

Die Realität: Gesamtbestand PW: 30 Mio., Anteil Elektroautos: 0.08%, Anteil Elektroautos Neuzulassungen: 1.3%

  • Frankreich. Ebenfalls bis 2040 will Frankreich den Verkauf von Verbrennungsmotoren stoppen. Die Regierung kämpft mit dem Verkaufsstopp vor allem gegen die Erderwärmung.

Die Realität: Gesamtbestand PW: 32 Mio., Anteil Elektroautos: 0.13%, Anteil Elektroautos Neuzulassungen: 1.4%

  • China. Die Regierung plant für 2018 eine Quote für Elektroautos von 8 Prozent. In der Hauptstadt Peking werden gemäss Agenturmeldung Kennzeichen für Neuzulassungen verlost. Wer jedoch ein Elektroauto kauft, braucht an dem Losverfahren nicht teilzunehmen.

Die Realität: Gesamtbestand PW: ca. 140 Mio., Anteil Elektroautos: 1.8%, Anteil Elektroautos Neuzulassungen: 1.7%

  • Norwegen. Das skandinavische Land will sich bereits ab 2025 von Verbrennungsmotoren verabschieden. Steuerliche Massnahmen zugunsten von Elektro- und Hybridautos sollen helfen, das ambitionierte Ziel zu erreichen.

Die Realität: Gesamtbestand PW: 2.4 Mio., Anteil Elektroautos: 4.5%, Anteil Elektroautos Neuzulassungen: 29.3%

  • Schweden. Der Autobauer Volvo will laut eigenen Angaben ab 2019 keine Personenwagen mehr bauen, die nur mit einem Verbrennungsmotor angetrieben werden. Das Unternehmen sprach von einem «neuen Kapitel», das in der Automobil-Geschichte aufgeschlagen werde.

Die Realität: Gesamtbestand PW: 4.7 Mio., Anteil Elektroautos: 0.11% , Anteil Elektroautos Neuzulassungen: 1.6%

  • Schweiz. Laut Bundesamt für Strassen gibt es ein vergleichsweise dichtes Netz öffentlicher Ladestationen. Für längere Fahrten brauche es aber zusätzliche Schnellladestationen entlang der Nationalstrassen. Der Bundesrat will den Bau eines solchen Netzes erleichtern, wie er Ende Juni im Bericht zum Postulat der nationalrätlichen Verkehrskommission festhält.

Die Realität: Gesamtbestand PW: 4.5 Mio., Anteil Elektroautos: 1.5% (elektrisch und hybrid), Anteil Elektroautos Neuzulassungen: 4.4% (elektr.: -9.2%, hybrid: +20.5%)

38 Kommentare

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  • Kommentar von Heidy Rüegg (heidy70)
    Mann spricht immer nur von Autos und Heizungen. Was ist mit den Flugzeugen, den Kreuzfahrt- und Containerschiffen, den Kohlegaswerken etc? Kann man überhaupt E-Flugzeuge bauen?Und woher wollt ihr ohne AKWs den Strom hernehmen? Und dann habe ich mehrfach gelesen, dass in den letzten 15 Jahren keine Erderwärmung stattgefunden hat. Wer belügt uns nun? Kann mir jemand diese Fragen ehrlich beantworten, aber richtig ehrlich?
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  • Kommentar von Patrick Hertig (phertig74)
    Sehr interessant wie Regierungen gegen die globale Erderwärmung kämpfen (welche ja in den letzten 10-15 Jahren ja gar keine mehr ist). Ich bin immer noch überzeugt das wir Menschen keine Einfluss auf die Erderwärmung haben geschweige denn sie bekämpfen können. Die CO2 Lüge ist eine Geldmaschine um dem Bürger noch mehr Steuern aufzuerlegen. Nichts gegen vernünftigen Umgang mit der Natur, jedoch finde ich es bedenklich das der Staat etwas verbieten muss um den Verkauf anzukurbeln.
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    1. Antwort von Florian Menevis (Florian Menevis)
      Es geht gar nicht um Erderwärmung sondern um Luftverschmutzung. Besonders in China und Indien hat man eigentlich keine Wahl das Problem mit schlechter, toxischer Luft in den Griff zu bekommen. Ausserdem würde man sich von der Öl-Beschaffung unabhängiger machen.
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    2. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      Es gibt Klimaleugner wohl auch noch, wenn Stadte im Meer versinken und unsere Städte und Dörfer in den Bergen unter Felstürzen begraben werden, weil der Permafrost die Berge nicht mehr zusammenhält.
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    3. Antwort von Patrick Hertig (phertig74)
      Ich leugne das Klima nicht, ich denke einfach das wir keinen Einfluss darauf haben!
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  • Kommentar von Urs Dupont (udupont)
    Was bringt dies, wenn gleichzeitig deswegen noch mehr AKWs durch Oel- und Kohlekraftwerke ersetzt werden? Auch gegen den Lärm wird es wenig bringen, wenn infantile Lenker ihr Fahrzeug mit Lärmgeneratoren ausstatten, um aus reinem Spass möglichst viel bestialischen Lärm zu erzeugen, wie das heute mit dem Segen von Behörden und Politik leider immer mehr der Fall ist.
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