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Rolf Erb tot aufgefunden Polizei untersucht Todesursache

Legende: Video «Rolf Erb gestorben» abspielen. Laufzeit 2:06 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 10.04.2017.
  • Rolf Erb, der letzte Konzernchef der 2003 Pleite gegangenen Winterthurer Erb-Gruppe, ist tot.
  • Die Todesursache ist unklar. Seine Lebenspartnerin habe Erb an seinem Wohnsitz Schloss Eugensberg in Salenstein (TG) leblos aufgefunden, bestätigt die Kantonspolizei Thurgau.
  • Es werde untersucht, ob es sich um einen Suizid oder einen natürlichen Tod handle.
  • Rolf Erb hätte auf den 1. Mai aus seinem Schloss ausziehen und demnächst auch seine siebenjährige Haftstrafe antreten müssen. Diese hatte er mehrfach angefochten und hinausgezögert.
  • Das Gericht verurteilte ihn im Zusammenhang mit dem Konkurs wegen gewerbsmässigen Betrugs, mehrfacher Urkundenfälschung und mehrfacher Gläubigerschädigung. Es war die zweitgrösste Firmenpleite in der Schweiz nach dem Untergang der Swissair.

Jahrelang galten die Erbs als eine der reichsten Familien der Schweiz und waren in Winterthur hoch angesehen. Zu ihrem Firmenimperium gehörten Autohandel, ein Küchenhersteller, eine Türen- und Fensterfabrik, Kaffeehandel, Finanzdienstleistungen sowie Immobilien. Doch 2003 brach die Gruppe zusammen und hinterliess einen Schuldenberg von 2,2 Milliarden Franken.

Um die Überschuldung zu kaschieren, wurden zuvor die Bilanzen geschönt. Rolf Erb gab zwar vor Gericht eine Mitschuld am Zusammenbruch zu. Die Hauptschuld wies er aber stets seinem 2003 verstorbenen Vater Hugo zu. Dieser habe die Kontrolle über die Firma nie abgeben können und sei bis zum Schluss allein für die Finanzen verantwortlich gewesen.

13 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    So schafft man ehemalige "Hochverehrte" ab. Es ist doch einfach lächerlich, dass dieser Mann hätte hinter Gitter gehen müssen. Er hat wie viele andere auch Pech gehabt, dass sein "Unternehmen" mit giftigen Stoffen arbeitete. Nur wusste früher niemand davon. Ausländische Kriminelle die andere Leute umbringen und uns schikanieren werden praktisch nie bestraft, sondern man therapiert sie. Unsere Justiz sollte sich was schämen! Es gab tausende von Nazis die nicht einmal für ihre Gräueltaten büssten.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Das schrieb ich vor Kurzem hier im Forum zur Verurteilung dieses gebrochen Mannes : Der Mann kann einem Leid tun - er ist der einzige Sündenbock in dieser langen Geschichte ? Wo sind seine EX - Geschäftspartner und Mitprofiteure ? alle Stubenrein ? Der ist gestraft genug - es reicht, ihm bis auf die AHV alles zu nehmen oder hat jemand Freude ihn im Gefängnis sterben zu lassen ? Ergänzend - Das war ein Todesurteil 7 Jahre Knast -was bringt das ? Nur um dem Mopp zum Munde zu reden ?
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  • Kommentar von Edwin Schaltegger (Edwin Schaltegger)
    Dieser Mann hat viele Existenzen von Gewerbetreibenden ruiniert oder bedroht. Er hat zeitlebens nie seine kriminellen Betrügereien bereut weder noch versucht den Schaden seiner Gläubiger zu minimieren, sondern mit allen üblen Tricks sich seiner Verantwortung entzogen.
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    1. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      Dieser Pleitier hat vor allem zu leichtsinnige Baenkster zu betrogenen Betruegern gemacht. Die Maer von "Gewerbe"treibenden sind Fake-News, es sei denn, die Baenkster seien neuestens dem Gewerbeverband angeschlossen, statt dem Baenkstercloeb, und von den Gewerbepolizeien beaufsichtigt, statt von in der FINMA rotierenden Baenksterkollegen beguenstigt....
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    2. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Das trifft aber auch auf viele Politiker, Banker usw. genau gleich zu. Einigen gibt man sogar noch Nobelpreise und lassen sich in den Mainstream-Medien feierten.
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    3. Antwort von andreas furrer (andfurrer)
      @ edwin schaltegger: als es um die gewinnoptimierung ging, waren ebndiese gewebetreibenden aber auch zur stelle (ebenso wie die bankster von charles dupond). einfach mit dem finger auf diesen mann zu zeigen, greift doch etwas gar kurz.
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