Preisabsprachen: Weko büsst vier VW-Autohändler

Anfang 2013 haben vier VW-Autohändler zusammen mit der Amag Preisabsprachen getroffen. Nun belegt sie die Weko mit bis Bussen von bis zu 320'000 Franken.

Amag-Logo auf einem Dach

Bildlegende: Eine Selbstanzeige der Amag brachte die Untersuchung der Weko ins Rollen. Keystone

Die Wettbewerbskommission (Weko) büsst vier Schweizer VW-Konzessionäre wegen Preisabsprachen: Die Asag Auto-Service AG, die Autoweibel AG, die City-Garage AG aus St. Gallen und die Garage Gautschi Holding AG.

Die Garagen müssen nun Bussen, sogenannte Pauschalsanktionen, zwischen 10'000 und 320'000 Franken zahlen, wie die Behörde mitteilt.

Absprachen bei regionalen Stammtischen

Laut Angaben der Weko haben die vier Konzessionäre und der Retail-Geschäftsbereich der Amag Anfang 2013 eine gemeinsame Konditionenliste vereinbart. Diese betraf Preisnachlässe und Ablieferungspauschalen von Offerten für neue Autos der Marken des VW-Konzerns. Die Absprachen hätten bei regionalen Stammtischen des Verbandes der Partner des Volkswagen-Konzerns (VPVW) stattgefunden.

Die Weko-Untersuchung wurde 2013 durch eine Selbstanzeige der Amag ins Rollen gebracht. Das Verfahren gegen die Amag wurde bereits 2014 abgeschlossen.

Preisabsprachen seien volkswirtschaftlich besonders schädlich und stellten daher einen schweren Verstoss gegen das Kartellgesetz dar, schreibt die Weko zur Begründung des Entscheids. Die Tatsache, dass diese Preisabrede nur während kurzer Zeit in Kraft war, sei aber bei der Bemessung der Pauschalsanktionen berücksichtigt worden.

Der Entscheid der Weko kann an das Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden.