Privatbahnen zwingen Monopolisten zu Verbesserungen

In den Nachbarländern sorgen private Anbieter für Veränderungen im Service und in der Preis-Gestaltung der Staatsbahnen. Am Ende profitieren die Kunden.

Immer mehr Privatbahnen nehmen auf Hauptstrecken den Betrieb auf und zwingen die Staatsbahnen, darauf zu reagieren.

Den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) macht es Benedikt Weibel ungemütlich. Der ehemalige SBB-Chef ist Präsident einer österreichischen Privatbahn. Seit gut einem Jahr fährt Weibels Westbahn auf der Strecke Wien–Salzburg. Für alle Passagiere gibt es gratis W-Lan, Am-Platz-Service – und darüber hinaus tiefere Preise. Seitdem ist das Passagier-Aufkommen auf dieser Hauptstrecke deutlich angestiegen.

Kunden profitieren

Ähnliches zeigt sich in Italien, Deutschland und Tschechien. Auch in diesen Ländern decken Privatbahnen lukrative Strecken ab und zwingen damit die Monopolisten im Schienenverkehr zu Anpassungen.

In allen Fällen gilt: Die Profiteure dieser Konkurrenz-Situation sind die Kunden. Sie bekommen mehr für weniger.

Bericht und Diskussion

Benedikt Weibel

Benedikt Weibel in der Westbahn. SRF

Das Wirtschaftsmagazin «ECO» zeigte die Ausland-Beispiele im Schienenverkehr am 4. Februar 2013.

Auf seiner Facebook-Seite fragt Reto Lipp nach Bahn-Erlebnissen im Ausland.