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Produktion sichergestellt SNB rettet Unternehmen für Banknotenproduktion

Legende: Video SNB steigt in Papier-Produktion ein abspielen. Laufzeit 0:46 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 21.12.2017.
  • Die Schweizerische Nationalbank (SNB) steigt in der Not in die Papierherstellung ein und kauft 90 Prozent der finanziell angeschlagenen Landqart AG.
  • Das Unternehmen stellt das Substrat her, aus dem die neue Schweizer Banknoten-Serie gemacht ist.
  • Landqart ist der einzige Hersteller, der über die Technologie zur Herstellung dieses Substrats verfügt.

Die SNB hat sich zur Übernahme des Unternehmens entschieden, da sonst die Bereitstellung des Substrates zur Produktion der neuen Schweizer Banknotenserie nicht durchgehend gesichert gewesen wäre, teilt die SNB mit. Der Kaufpreis beträgt 21,5 Millionen Franken. Verkäuferin ist eine Tochtergesellschaft der kanadischen Fortress Paper.

Die SNB will der Landqart AG «die benötigte Liquidität» zuführen. Über die Höhe gab es vorerst keine Angaben. «Mit dem jetzigen Schritt bleibt die Bargeldversorgung sichergestellt und damit die Erfüllung des gesetzlichen Auftrags der SNB gewährleistet», wie es weiter heisst.

Die restlichen zehn Prozent der Aktien werden von Orell Füssli übernommen. Die Sparte Sicherheitsdruck von Orell Füssli ist ebenfalls eine Lieferantin für die Banknotenserie. Die SNB besitzt ein Drittel des Zürcher Traditionsunternehmens.

Notenpapier auch für Euroländer

Hauptgrund für die finanzielle Schieflage der Landqart AG ist der Auftragsstopp eines wichtigen internationalen Grosskundens. Sie erlitt die letzten Monate einen massiven Umsatzeinbruch. Ein Liquiditätsengpass gefährdet den Fortbestand der Firma.

Die Landqart AG beschäftigt rund 260 Mitarbeiter und stellt neben den Schweizer Banknoten auch das Papier für zehn Euroländer her. Ebenso ist der marokkanische 25-Dirham-Schein die erste Geldnote auf Basis des Durasafe-Papiers von Landqart.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Eine Fabrik die Geldpapier herstellt muss nicht rentieren - für deren Kosten druckt man einfach ein paar 1000ender Lappen mehr und sehr komfortabel geht es weiter - solche Firmen wünschte ich mir auch . Ist dort noch eine gute Stelle frei ? ( vermutlich nicht :-( )
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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Es gibt definitiv übleres als eine Notenpapierfabrik im Aktioenportfolio einer Nationalbank... Das macht irgendwie ja noch Sinn.
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    1. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Wieso? Erwarten sie eine Hyperinflation?
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    2. Antwort von Koni Flütsch (KOMANKO)
      Wirklich? Ein Aktienportfolio zu verwalten bringt dem Gros der Menschen absolut nichts. Wenn die SNB dafür sorgt, dass uns das Bargeld erhalten bleibt ist das i.O., aber hier steckt viel mehr dahinter, als es dieser Artikel darlegt.
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  • Kommentar von Urs Dupont (udupont)
    Hauptsache die Produktion einer Franken-Banknote kostet nicht dermassen viel, bzw. verschlingt nicht so gigantisch viel Energie, wie angeblich die Schaffung eines Bitcoins es tun soll! Aber gut, dies muss ja wohl so sein. Hinter dem Franken steht eine relativ intakte und starke Volkswirtschafft und hinter dem Bitcoin nur heisse Luft und einige kräftig Kasse machenden Schürfer, Händler und Spekulanten!
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    1. Antwort von Koni Flütsch (KOMANKO)
      Dass die SNB hier plötzlich übernimmt überrascht mich nicht. Haben Sie eine Ahnung, wie viel dieses ewige Wechseln der Banknoten über alle Instanzen hinaus kostet? Und wissen Sie allenfalls, wem dies schlussendlich am meisten bringt? Vielleicht sind Sie diesbezüglich ja ein Insider, bezüglich BC sind Sie es offenbar nicht. Fragen Sie sich doch bitte einmal, warum unsere Grossbanken bei Ihrer "heissen Luft" nach zig Jahren plötzlich wieder gemeinsam Kasse machen möchten, Stichwort "blockchain"...
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