Promi-Nacktfotos: Apple will iCloud-User warnen

Erst am Montag wurde der heikle Datendiebstahl von Nacktbildern prominenter Zeitgenossen bekannt: Nun kündigt der US-Konzern bereits weitere Schutzmassnahmen gegen Hacker-Angriffe an. Denn das Vertrauen der Apple-Kunden steht auf dem Spiel.

Apple will künftig Nutzer von iCloud per E-Mail warnen, wenn ein unbekanntes Gerät versucht, deren Passwort zu ändern. Dies kündigte Apple-Konzernchef Tim Cook im «Wall Street Journal» an.

Das iCloud-Logo.

Bildlegende: Nach dem Nackt-Skandal fragte sich so mancher: Wie sicher ist iCloud? Keystone

Zwar hat der US-Technologiekonzern eine Mitschuld an dem Skandal stets zurückgewiesen, doch will er mit der erneuten Massnahme seine Nutzer verstärkt sensibilisieren, so hiess es.

Eine Warn-Nachricht soll auch verschickt werden, wenn ein Gerät das erste Mal auf ein Kundenkonto zugreifen möchte. Im Weiteren sollen die Nutzer von einer doppelten Sicherheitsabfrage über Passwort und Code bei Einwahl ins System überzeugt werden.

Vertrauensfördernde Massnahme

Apple versucht vor der Präsentation seines neuen iPhone möglichst schnell das Vertrauen in seine Dienstleistungen wiederherzustellen.

Im Fokus des Nacktfoto-Skandals steht der iCloud-Dienst. Nutzer speichern dort Fotos und andere Daten ausserhalb ihrer persönlichen Smartphones und Computer, können aber von allen Apple-Geräten darauf zugreifen.

Durch das gezielte Hacken von Benutzerkonten seien intime Fotos von Prominenten in Umlauf gebracht worden, erklärte Apple. In keinem der Fälle wären Hacker direkt in Apple-Systeme eingedrungen.

Der Fall hat mittlerweile auch die US-Bundespolizei FBI auf den Plan gerufen. Trotz der Beteuerungen von Apple haben im Netz Tausende Nutzer Zweifel an Apples Sicherheitssystemen geäussert.

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