Zum Inhalt springen
Inhalt

Quartalszahlen der CS Gewinn von 244 Millionen Franken

Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam präsentiert die neuen Zahlen. Die zentrale Frage ist aber, ob die Bank die richtige Strategie verfolgt.

Legende: Video «Wer die Heimspiele nicht gewinnt, gewinnt auch nicht» abspielen. Laufzeit 01:51 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.11.2017.
  • Die Credit Suisse hat das dritte Quartal mit einem Gewinn von 244 Millionen Franken abgeschlossen.
  • Gegenüber der Vorjahresperiode ist das eine klare Steigerung. Die Grossbank konnte jedoch nicht wie andere Finanzinstitute vom zweiten auf das dritte Quartal zulegen.
  • Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam musste heute gute Zahlen präsentieren, damit die Forderungen nach einer Aufspaltung der Grossbank verhallen.
  • Eine Aufspaltung fordert der Hedgefonds-Manager Rudolf Bohli.

Mitten im Konzernumbau findet die Credit Suisse allmählich in die Spur. Im dritten
Quartal verbuchte die Schweizer Grossbank einen Gewinn von 244 Millionen Franken und schnitt damit leicht unter den Analystenerwartungen von 264 Millionen Franken ab.

Rund lief es vor allem im Geschäft mit vermögenden Privatkunden. Zudem machte sich der laufende Sparkurs bezahlt. Credit Suisse sei auf Kurs, die Kosten zum Jahresende unter das bisherige Ziel von 18,5 Milliarden Franken senken zu können.

Im Sommerquartal des Vorjahres hatte die von Konzernchef Tidjane Thiam angestossene Sanierung den Gewinn des Traditionsinstituts auf 41 Millionen Franken gedrückt.

Unruhe im Vorfeld

Mit dem insgesamt guten Resultat dürfte der Druck auf die CS-Leitung tendenziell zurückgehen, bei der Unternehmens-Strategie über die Bücher zu gehen. Das ist für CS-Konzernlenker Thiam ein Vorteil: Denn in letzter Zeit gab es teils heftige Kritik an seinem Kurs für die Bank.

So forderte der CS-Investor Rudolf Bohli öffentlich eine radikale Kurskorrektur von Thiam. Die CS-Gruppe solle aufgespalten werden in drei Teile.

Das Herzstück – die internationale Vermögensverwaltung mit dem Schweizer Geschäft – soll fortbestehen. Das riskantere Investmentbanking hingegen soll abgetrennt und in London oder New York an die Börse gebracht werden. Und auch das Asset Management – das Vermögensverwaltungsgeschäft mit professionellen Grossinvestoren – soll als unabhängiges Unternehmen an die Schweizer Börse gehen.

Allerdings: Der Zürcher Hedgefonds-Manager Bohli hält nur etwa 0,2 Prozent der CS-Aktien. Das relativiert das Gewicht seiner Forderungen. Und nun darf sich CS-Chef Thiam – dank des guten Resultats – gestärkt fühlen in seiner Strategie.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.