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Wirtschaft Rabobank-Chef muss nach Libor-Skandal gehen

Der Chef der niederländischen Rabobank ist im Zusammenhang mit dem Libor-Skandal zurückgetreten. Die Bank muss wegen der manipulierten Referenzzinssätzen eine Millionenbusse bezahlen.

Der Rabobank-Chef Piet Moerland zieht die Konsequenzen aus dem Libor-Skandal, in den neben anderen Banken wie Credit Suisse und UBS auch sein Institut verwickelt war. Er tritt per sofort zurück, nachdem sich die Bank mit den britischen, amerikanischen und niederländischen Behörden auf einen aussergerichtlichen Vergleich geeinigt hatte. Dieser kostet sie eine Busse von 774 Mio. Euro.

Verantwortung übernommen

Moerland war seit 2009 Chef der Bank. Seine Aufgaben nimmt vorläufig Verwaltungsrat Rinus Minderhoud wahr. «Im Namen der Bank und des Vorstandes will ich ein glasklares Signal abgeben: Mein aufrechtes Bedauern und die scharfe Missbilligung des unangebrachten Verhaltens», erklärte Moerland zu seinem Rücktritt.

Gemäss der Mitteilung der Bank war deren Führung «nicht an unzulässigem Verhalten beteiligt» und wusste auch nichts davon. Die Rabobank ist ein Verbund von Genossenschaftsbanken in den Niederlanden.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Mit dem Libor-Skandal müsste eigentlich auch die Schweizerische Bundesanwaltschaft tätig werden, ich kann nicht schlecht vorstellen, dass es bei uns gegen derartige Machenschaften auch keine 'passenden' Gesetze gibt, denkbar wäre es aber schon. Ich erinnere mich an einen Bericht vor ein paar Jahren, wo darauf hingewiesen wurde, dass dieser Skandal noch grössere Ausmasse annehmen könnte als das Lehman Brothers-Theater, nur, hier haben die Bänker vorsätzlich und absichtlich selber beschissen.
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