Richemont glänzt mit guten Zahlen

Plus 30 Prozent: Mit mehr als zwei Milliarden Franken Jahresgewinn hat der Luxusgüter-Hersteller Richemont erneut von der Lust am Luxus profitiert. Der Konzern erhöht die Dividende für seine Aktionäre um mehr als 80 Prozent.

Gewinnsprung für Richemont: Der Luxusgüter-Hersteller steigerte den Jahresgewinn 2012/2013 (per Ende März) um 30 Prozent auf knapp mehr als zwei Milliarden Franken.

Luxusgüter überall beliebt

Dies sei vor allem auf den Wegfall der nicht zahlungswirksamen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Frankenstärke vom Vorjahr zurückzuführen, teilte Richemont mit. Auch operativ legte Richemont im Vergleich zum Geschäftsjahr 2011/2012 zu: Der operative Gewinn stieg um 18 Prozent auf 2,43 Milliarden Franken.

Eine Frau bestaunt drei Uhren

Bildlegende: Bei Richemont klingeln die Kassen. Keystone

Der Umsatz der Gruppe erhöhte sich um 14 Prozent auf 10,15 Milliarden Franken. Richemont habe dabei in allen Segmenten und allen Regionen zulegen können – und dies trotz Frankenstärke und hohen Kosten für Edelmetalle und -steine, hält der Konzern fest.

Ebenfalls gut angelaufen ist laut eigenen Angaben von Richemont das im April begonnene neue Geschäftsjahr 2013/2014: Der Umsatz lag im April um 13 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresmonat.

«Swiss made» in Asien sehr begehrt

SRF-Wirtschaftsredaktor Klaus Ammann sagt, die Cartier-Uhren oder der Piaget-Schmuck seien bei Vermögenden derart gefragt, dass sie bereit seien, praktisch jeden Preis dafür zu bezahlen. Vor allem in Asien sei «Swiss made» ausserdem immer noch sehr begehrt. Zwar schwächele in China der Markt etwas, doch andere Gegenden in Asien könnten dies auffangen.

Für die Zukunft können Richemont oder Swatch ausserdem für China wieder hoffen: Schafft das angekündigte Freihandelsabkommen die politischen Hürden in der Schweiz, dürften die Uhren- und Luxusgüter-Firmen davon profitieren. Denn mit dem Abkommen werden die derzeit von China erhobenen Importzölle sinken oder gar ganz abgeschafft, sagt Klaus Ammann.

Dividende um 90 Prozent erhöht

Angesichts des formidablen Jahresgewinns erfreut Richemont seine Aktionäre im fünften Jahr in Folge mit einer zweistelligen Erhöhung der Dividende. Die Anteilseigner sollen für das Geschäftsjahr 2012/2013 einen Franken je Aktie erhalten – eine Erhöhung um über 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bereits damals war die Dividende um 22 Prozent auf 0,55 Franken angehoben worden.

Entsprechend nachgefragt ist auch die Aktie des Luxusgüter-Herstellers: Der Kurs des Wertpapiers stieg im frühen Handel an der Schweizer Börse um mehr als sechs Prozent.Hauptgeschäftsbereiche von Richemont sind Schmuck, Uhren, Schreibgeräte und Bekleidung.