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Rückzug in Planung Implenia will bis zu 150 Stellen in Graubünden streichen

  • Der Schweizer Baukonzern Implenia will vier von fünf Bündner Standorten schliessen. In Chur will Implenia weiterhin in reduziertem Umfang tätig sein.
  • Betroffen sind etwa 150 Angestellte, die nun um ihre Arbeit bangen müssen.
  • Die Gewerkschaften Syna und Unia fordern Implenia auf, auf Entlassungen zu verzichten.
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Aus dem Archiv: Konzentration auf Deutschland und die Schweiz
Aus Tagesschau vom 27.10.2020.
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Implenia plant, bis Ende Jahr die Standorte Davos, Zernez, St. Moritz und Sils ganz zu schliessen, wie der Konzern mitteilte. Der Standort Chur wird teilweise geschlossen. Implenia zieht sich an seinen fünf Bündner Standorten aus dem Strassen-, Tief- und Hochbau zurück.

Der Baukonzern sei bestrebt, für die rund 150 betroffenen Mitarbeitenden eine Weiterbeschäftigung innerhalb von Implenia oder Anschlusslösungen bei einem neuen Arbeitgeber zu finden, heisst es. Wo Entlassungen unvermeidbar seien, werde ein Sozialplan zum Tragen kommen. Betroffen sind Bauarbeiter, Lageristen, Büroangestellte und Werkhofmitarbeiter.

Die Angestellten wurde über die Pläne informiert. Der Konzern hat ein Konsultationsverfahren gestartet.

Als Grund für den Rückzug nennt Implenia die Eigenheiten des Bündner Geschäftes an den lokalen Standorten. Dieses sei stark lokal und saisonal geprägt und bestehe meist aus sehr kleinen Projekten. Zudem herrsche wegen Überkapazitäten starker Konkurrenzdruck.

Grössere, komplexe Projekte im Strassen- und Tiefbau in Graubünden will Implenia künftig von ausserkantonalen Standorten aus führen. Zudem bleibt der Konzern am Standort Chur im Hochbau als Gesamtleister und Schlüsselfertigbauer tätig, etwa als General- oder Totalunternehmer.

Es sei die Strategie des Konzerns, sich zunehmend auf die Entwicklung, Planung und Realisation von grösseren, komplexen Immobilien- und Infrastrukturprojekten zu konzentrieren, hiess es. In der Realisation solcher Vorhaben will Implenia vermehrt mit Partnern und lokalen Subunternehmern zusammenarbeiten.

Gewerkschaften fordern Verzicht auf Entlassungen

Die Gewerkschaften Syna und Unia verurteilen den Schritt. Trotz guter, wenn nicht rekordhoher Auftragslage stelle die Führung von Implenia Schweiz die Gewinnmaximierung über den Erhalt von Arbeitsplätzen, schreiben sie in einer gemeinsamen Mitteilung.

Die Gewerkschaften fordern Implenia auf, auf Entlassungen zu verzichten. Die Firma solle die Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitenden über die kurzfristigen Renditeziele der Aktionäre stellen. Zudem verlangen die Gewerkschaften eine Verlängerung der Konsultationsfrist bis mindestens Mitte Juni.

SRF 4 News, 04.05.2021, 21.00 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Die Chefs und die diese beauftragenden Spekulanten sacken das Geld ein; jene unten werden nach Lust und Laune entlassen, um den Gewinn zu steigern, damit die Erstgenannten noch mehr garnieren. Eine üble Ausprägung neoliberaler Wirtschaft. Jene, die unten sind haben unten zu bleiben und zu schweigen - sonst gibt's erst recht den blauen Brief. So funktioniert's. Kurt Marti schrieb es richtig: "Das könnte den Herren der Welt ja so passen, wenn erst nach dem Tode Gerechtigkeit käme".
    1. Antwort von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Weitgereister)
      Sie könnten doch zusammen mit den Entlassenen und der Gewerkschaft eine neue Firma gründen. Das wäre viel besser als immer die bösen Chefs anzuklagen.
    2. Antwort von Hans-Peter Meier  (FromAnotherWorld)
      @von Känel: Einfach mal die Keule gegen die Wirtschaftsbosse schwingen.